Stra?enverkehrsl?rm

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L?rm verursacht einen Teil der externen Umweltkosten des Verkehrs.
Quelle: CC Vision

Stra?enverkehrsl?rm st?rt oder bel?stigt mehr als die H?lfte der deutschen Bev?lkerung. Eine generelle Regelung zum Schutz vor Stra?enverkehrsl?rm gibt es in Deutschland nicht. Nur beim Neubau oder einer wesentlichen ?nderung einer Stra?e sind zum L?rmschutz Immissionsgrenzwerte festgelegt.

Inhaltsverzeichnis

 

Ger?uschbelastung im Stra?enverkehr

Der Stra?enverkehr ist seit langem die dominierende L?rmquelle in Deutschland. Mehr als die H?lfte der deutschen Bev?lkerung fühlt sich durch Stra?enverkehrsl?rm gest?rt oder bel?stigt. Das geht aus einer repr?sentativen Umfrage mit etwa 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum ?Umweltbewusstsein in Deutschland 2018“ hervor.

Mit der EU-Umgebungsl?rmrichtlinie wurde 2017 die Ger?uschbelastung der Bev?lkerung in Ballungsr?umen und an Stra?en mit einem ⁠Verkehrsaufkommen⁠ von mindestens drei Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr erfasst. Demnach sind 2,3 Millionen Menschen in Deutschland ganztags Pegeln von mehr als 65 dB(A) ausgesetzt. Nachts leiden 2,6 Millionen Menschen unter Pegeln von mehr als 55 dB(A).

Die Kartierung der EU-Umgebungsl?rmrichtlinie erfasst jedoch nicht alle Belastungen durch den Stra?enverkehrsl?rm. Nach überschl?gigen Berechnungen ist etwa die H?lfte der bundesdeutschen Bev?lkerung durch Stra?enverkehrsl?rm mit Mittelungspegeln von mindestens 55 dB(A) tags beziehungsweise 45 dB(A) nachts ausgesetzt. Circa 15 Prozent werden sogar mit Pegeln von mindestens 65 dB(A) tags beziehungsweise 55 dB(A) nachts belastet.

Gesundheitliche Folgen erh?hter L?rmbelastung

L?rm l?st abh?ngig von der Tageszeit (Tag/Nacht) unterschiedliche Reaktionen aus. Im Allgemeinen sind bei Mittelungspegeln innerhalb von Wohnungen, die nachts unter 25 dB(A) und tags unter 35 dB(A) liegen, keine nennenswerten Beeintr?chtigungen zu erwarten. Diese Bedingungen werden bei gekippten Fenstern noch erreicht, wenn die Au?enpegel nachts unter 40 dB(A) und tags unter 50 dB(A) liegen. Tagsüber ist bei Mittelungspegeln über 55 dB(A) au?erhalb des Hauses zunehmend mit Beeintr?chtigungen des psychischen und sozialen Wohlbefindens zu rechnen. Um die Gesundheit zu schützen, sollte ein Mittelungspegel von 65 dB(A) am Tage und 55 dB(A) in der Nacht nicht überschritten werden.

 

Was ist Stra?enverkehrsl?rm?

Stra?enverkehrsl?rm ist L?rm von Fahrzeugen auf ?ffentlichen Stra?en (Bundes-Autobahnen, Bundes-, Landes-, Gemeindestra?en und ?ffentlichen Parkpl?tzen). Ger?usche von Fahrzeugen auf Betriebs- oder Werksgel?nden, im Anlieferbereich von Verkaufseinrichtungen (z. B. Superm?rkten) einschlie?lich auf den dazugeh?renden Parkpl?tzen, z?hlen nicht zum Stra?enverkehrsl?rm. Dies ist Gewerbel?rm. Regelungen zum Gewerbel?rm enth?lt die Technische Anleitung zum Schutz gegen L?rm (TA L?rm).

Ger?usche von Fahrzeugen auf privatem Gel?nde, zum Beispiel im Hof, sind ebenfalls kein Stra?enverkehrsl?rm. Hierbei handelt es sich um?Nachbarschaftsl?rm. Lautes Hupen, laute Autoradios, unnützes Hin- und Herfahren, Laufenlassen von Motoren, Geschwindigkeitsüberschreitungen und Ger?usche infolge technischer Manipulationen am Fahrzeug (z. B. an Abgasanlagen) fallen nicht unter Stra?enverkehrsl?rm. Hier handelt es sich m?glicherweise um Ordnungswidrigkeiten. Nach Paragraf 30 Stra?enverkehrsordnung (StVO) ist bei der Benutzung von Kraftfahrzeugen unn?tiges L?rmen verboten, insbesondere:

  • Fahrzeugmotoren unn?tig laufen zu lassen,
  • unn?tiges Hin- und Herfahren innerhalb geschlossener Ortschaften,
  • unn?tiges Beschleunigen der Fahrzeuge.
 

Welche Faktoren haben einen Einfluss auf den Stra?enverkehrsl?rm?

Die L?rmbelastung wird im Wesentlichen durch die Verkehrsst?rke und die L?rmemissionen der Fahrzeuge bestimmt. Auch das Verhalten des Fahrzeugführers (vor allem im Hinblick auf Geschwindigkeit und Motordrehzahlen) ist ausschlaggebend. Weitere wichtige Einflussgr??en sind die Kombination von Reifen und Fahrbahn sowie die geometrischen Verh?ltnisse bei der Schallausbreitung.

Die von Kraftfahrzeugen ausgehenden Ger?usche sind haupts?chlich Antriebsger?usche (Motor sowie Ansaug- und Abgastrakt, Getriebe) und das Reifen-Fahrbahn-Ger?usch. Dabei h?ngen die Antriebsger?usche in erster Linie von der Drehzahl des Motors, die Reifen-Fahrbahn-Ger?usche dagegen von der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeuges und der Beschaffenheit von Reifen und Fahrbahn ab.

Bei Pkw mit klassischem Verbrennermotor ist bei konstanter Geschwindigkeit - je nach Fahrbahnoberfl?che und Gang - das Reifen-Fahrbahn-Ger?usch ab etwa 30 km/h dominant, bei Lastkraftwagen ab etwa 60 km/h.

Das Reifen-Fahrbahn-Ger?usch wird neben der Fahrzeuggeschwindigkeit sowohl von der Wahl des Reifens als auch von Art und Zustand der Fahrbahn beeinflusst. Die Bandbreite des Reifeneinflusses liegt bei marktüblichen Reifen bei etwa drei bis vier dB(A). Der Einfluss des Fahrbahnbelags kann deutlich gr??er sein. So erzeugt ein grobes Pflaster um sechs bis zehn dB(A) h?here Pegel als ein glatter Gussasphaltbelag. Ein moderner ger?uschmindernder Stra?enbelag kann dagegen um bis zu acht dB(A) leiser als der Referenzbelag sein.

 

Minderung des Stra?enverkehrsl?rms - Priorit?tenfolge

Eine deutliche Minderung des Stra?enverkehrsl?rms l?sst sich nur durch eine Vielzahl aufeinander abgestimmter Einzelinstrumente erreichen: von der Fahrzeugtechnik über das Steuerrecht bis zur Verkehrsplanung. Zun?chst soll Verkehr vermieden (z. B. ?Stadt der kurzen Wege“, Abschaffung der Pendlerpauschale), dann auf umweltschonendere Verkehrsmittel (Fu?, Fahrrad, Bus, Stra?enbahn, Bahn) verlagert, und erst zuletzt sollen die L?rmwirkungen durch technische Ma?nahmen vermindert werden. Technische Minderungsma?nahmen an der L?rmquelle wirken fl?chendeckend und haben insofern Vorrang vor nur lokal wirksamen L?rmschutzw?nden, -w?llen oder -fenstern. Instrumente zur Minderung der Ger?uschemissionen zielen auf leisere Fahrzeuge und Fahrbahnbel?ge ab. Bei den im Folgenden genannten technischen, organisatorischen und planerischen Ma?nahmen lassen sich die m?glichen Minderungen auch bei Kombinationen der Ma?nahmen in der Regel nicht addieren.

L?rmminderung am Kraftfahrzeug

Die Ger?usche des Verbrennungsmotors k?nnen durch entsprechende Konstruktion und durch Kapselung (Busse, Lkw) reduziert werden. Ein Schalld?mpfer mindert den Schall aus der Abgasanlage. Beim Elektrofahrzeug entf?llt das Abgasanlagenger?usch g?nzlich, das Antriebsger?usch weitgehend. Es gibt deutliche Unterschiede beim Au?enger?uschpegel von verschiedenen Kraftfahrzeugen. Durch Absenkung der Ger?uschgrenzwerte kann der L?rm am Kraftfahrzeug selbst gemindert werden. Richtlinien der EU und analoge Regelungen der ⁠UNECE⁠, die in die Stra?enverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) übernommen wurden, legen Messverfahren und Emissionsgrenzwerte für das Fahrger?usch (Maximalpegel der beschleunigten Vorbeifahrt in 7,5 Metern Abstand) für verschiedene Fahrzeugkategorien fest. Will ein Hersteller ein neues Modell auf den Markt bringen, muss er zun?chst mit einem Prototyp des Modells nachweisen, dass er den Ger?uschgrenzwert einh?lt (Typprüfung oder Homologation). Der Hersteller muss sp?ter durch regelm??ige Kontrollmessungen an Stichproben sicherstellen, dass auch die Fahrzeuge der Serienproduktion den Ger?uschgrenzwert einhalten.

Messungen des Umweltbundesamtes haben jedoch gezeigt, dass eine deutliche Senkung der Ger?uschgrenzwerte für die Typprüfung nur eine geringe Verbesserung der Ger?uschemissionen im realen Verkehr bewirkt hat. Die gr??ten Minderungen sind bei Lkw innerorts mit bis zu fünf dB(A) zu verzeichnen, wogegen Pkw bei Konstantfahrt heute im Mittel noch genauso laut wie vor 25 Jahren sind. Eine wesentliche Ursache hierfür ist, dass die Betriebsbedingungen bei der Typprüfung relativ fern von der Realit?t sind. Deshalb entwickelte die UNECE ein neues Messverfahren für die Ger?uschtypprüfung von Kraftfahrzeugen. Besteht der Verdacht, dass die Grenzwerte überschritten werden, kann die Polizei eine Vorführung bei einer Prüfstelle veranlassen. Sie kann auch darauf dringen, dass die festgestellten M?ngel behoben werden (z. B. bei fehlender oder defekter Abgasanlage).

Emissionsgrenzwerte für Reifen

Im Jahr 2001 wurden erstmals Grenzwerte für das Rollger?usch von Reifen in der EU eingeführt. Diese Grenzwerte sind in 2009 versch?rft worden. Seit 1. November 2012 muss der Kraftstoffverbrauch, die Nasshaftung und die Ger?uschklassifizierung des Reifens auf einem Label (Aufkleber oder Etikett) angeben werden. Das neue Label ?hnelt dem von wei?er Ware bekannten Energieverbrauchslabel. So k?nnen Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf neuer Reifen sehen, welche Umwelteigenschaften sie haben und dies in die Kaufentscheidung einbeziehen. Die Bandbreite des Reifeneinflusses liegt bei marktüblichen Reifen bei etwa drei bis vier dB(A).

L?rmmindernde Fahrbahnbel?ge

Da das Reifen-Fahrbahn-Ger?usch bei Pkw bereits ab circa 30 km/h (bei Lkw ab circa 60 km/h) die dominierende Ger?uschquelle ist, kann der Einsatz von l?rmmindernden Fahrbahnbel?gen die L?rmbelastung verringern. Geringe Reifen-Fahrbahn-Ger?usche k?nnen durch Absorption (z. B. offenporiger Asphalt OPA) oder durch günstige Fahrbahnoberfl?chen (z. B. l?rmarmer Splittmastixaspalt SMA 8 LA, l?rmoptimierter Asphalt LOA 5 D, Dünnschichtbelag im Hei?einbau auf Versiegelung DSH-V 5) erzielt werden. Die akustischen Besonderheiten der unterschiedlichen Fahrbahnoberfl?chen sind als Korrektur DStrO in den RLS-90 ausgewiesen. Ein moderner ger?uschmindernder Stra?enbelag kann um bis zu acht dB(A) leiser als der Referenzbelag sein. Pflaster führen zu deutlich lauteren Ger?uschen als der Referenzbelag, ebenso mangelhafte Fahrbahndecken mit Schlagl?chern oder Kanaldeckel mit Niveauunterschied.

Geschwindigkeitsbegrenzung

Eine Reduzierung der Geschwindigkeit reduziert grunds?tzlich auch den L?rm. Mit der Begrenzung der zul?ssigen H?chstgeschwindigkeit kann daher der Stra?enverkehrsl?rm gesenkt werden. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung nach Paragraf 45 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 der Stra?enverkehrsordnung kann von jeder betroffenen Bürgerin und jedem betroffenen Bürger bei der zust?ndigen Stra?enverkehrsbeh?rde beantragt werden. Der Erfolg der Geschwindigkeitsbegrenzung h?ngt jedoch entscheidend ?davon ab, ob sie eingehalten wird. Dies wird meist nur durch konsequente Geschwindigkeitskontrollen (?Radarfallen“) erreicht. Eine Absenkung der zul?ssigen H?chstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h vermindert den L?rmpegel je nach Lkw-Anteil um zwei bis drei dB(A).

Lkw-Fahrverbot

Ein Lastkraftwagen ist durchschnittlich so laut wie zwanzig Personenkraftwagen. Bei einer Stra?e mit hohem Lkw-Verkehr kann durch Umleitung der Lkw die Bel?stigung der Anwohnerinnen und Anwohner deutlich gesenkt werden. Eine solche Regelung soll nicht zu Lasten von Anwohnerinnen und Anwohnern anderer Stra?en gehen.

Verkehrfluss

Die Verbesserung des Verkehrsflusses senkt die Ger?uschemissionen, da Beschleunigungen entfallen. Die Verstetigung des Verkehrsflusses kann durch die koordinierte Steuerung von Ampeln (?Grüne Welle“) und durch Kreisverkehre an Kreuzungen erreicht werden. Der m?gliche Minderungseffekt betr?gt circa ein dB(A).

Abschirmung

Feste Hindernisse wie Schallschutzw?nde, -w?lle, überdeckungen, Einhausungen behindern die Ausbreitung des Schalls. Erst wenn die Sichtverbindung vom betroffenen Geb?ude zur Stra?e unterbunden ist, wird der Stra?enverkehrsl?rm gemindert. Bei W?nden oder W?llen hat deshalb die H?he entscheidenden Einfluss auf die l?rmmindernde Wirkung. Bei gleicher H?he ist die L?rmschutzanlage umso wirksamer, je n?her sie an die Stra?e gebaut wird. Die Anlage muss ausreichend lang sein, damit von den Seiten kein L?rm eindringt. Die L?rmminderung betr?gt bei W?llen oder W?nden typischerweise fünf bis zehn dB(A), in günstigen F?llen zehn bis 15 dB(A). Bei Mitwind- und Inversionswetterlagen verschlechtert sich die l?rmmindernde Wirkung deutlich.

Schallschutzfenster

Ist kein aktiver Schallschutz (Ma?nahmen an der Quelle oder am Ausbreitungsweg) m?glich oder reicht dieser nicht aus, k?nnen die Innenr?ume durch erh?hte Schalld?mmung der Au?enbauteile (passiver Schallschutz) vor L?rm geschützt werden. Die Au?enbereiche (Garten, Terrasse, Balkon) bleiben dabei jedoch laut. Au?enbauteile sind Fenster, W?nde, D?cher, Türen oder Rollladenk?sten. Die Bauteile mit der geringsten Schalld?mmung müssen zuerst verbessert werden. Das sind in der Regel die Fenster. Schallschutzfenster besitzen gegenüber normalen Fenstern eine erh?hte Schalld?mmung. Schallschutzfenster wirken allerdings nur, wenn sie geschlossen sind, bei gekippter Stellung ist die Schalld?mmung nicht besser als bei normalen Fenstern. Der Einbau von Schallschutzfenstern muss oft mit Lüftern verbunden werden, da sonst der Luftwechsel für Sauerstoffzufuhr und Feuchteabtransport nicht gew?hrleistet ist. Viele L?nder und Kommunen haben F?rderprogramme zum Einbau von Schallschutzfenstern an hochbelasteten Stra?en aufgelegt.

 

L?rmvorsorge - Neubau oder wesentliche ?nderung einer Stra?e

Beim Neubau oder einer wesentlichen ?nderung einer Stra?e, sind in der?Verkehrsl?rmschutzverordnung?(16. Bundes-Immissionsschutzverordnung) Immissionsgrenzwerte für den L?rmschutz an Verkehrswegen (L?rmvorsorge) festgelegt. Eine wesentliche ?nderung an einem Stra?enverkehrsweg liegt vor, wenn:

  • die Stra?e um einen oder mehrere durchgehenden Fahrstreifen erweitert wird oder
  • der Beurteilungspegel durch einen baulichen Eingriff um mindestens 3 dB(A), bzw. auf mindestens 70 dB(A) am Tage oder 60 dB(A) in der Nacht erh?ht wird (gilt nicht in Gewerbegebieten).

Liegt ein Neubau oder eine wesentliche ?nderung am Stra?enverkehrsweg vor, gelten folgende Immissionsgrenzwerte:

an Krankenh?usern, Schulen, Kurheimen und Altenheimen

  • tags: 57 dB(A)
  • nachts: 47 dB(A)

in reinen und allgemeinen Wohngebieten und Kleinsiedlungsgebieten

  • tags: 59 dB(A)
  • nachts: 49 dB(A)

in Kerngebieten, Dorfgebieten und Mischgebieten

  • tags: 64 dB(A)
  • nachts: 54 dB(A)

in Gewerbegebieten

  • tags: 69 dB(A)
  • nachts: 59 dB(A)

Die Verkehrsl?rmschutzverordnung enth?lt auch die Vorschrift, wie die Ger?uschbelastung vor den Geb?uden der Betroffenen errechnet wird. Die Berechnung ist zwingend vorgeschrieben, Messungen sind nicht vorgesehen. Einfluss auf die L?rmimmissionen haben unter anderem die Anzahl der Fahrzeuge und deren Geschwindigkeit, der Fahrbahnbelag, die Steigung der Stra?e und der Abstand des Geb?udes zur Stra?e. überschreitet die errechnete Belastung (der Beurteilungspegel) die festgelegten Immissionsgrenzwerte, muss der Schallschutz verbessert werden. Bauliche Schallschutzma?nahmen an der Stra?e (zum Beispiel Schallschutzw?nde oder -w?lle) haben Vorrang. Wenn allerdings die Kosten für diese Schutzma?nahmen unverh?ltnism??ig sind, sind Schallschutzma?nahmen an den betroffenen Geb?uden (zum Beispiel Schallschutzfenster) als letzte M?glichkeit vorzusehen. Die abschirmende Wirkung von Schallschutzw?nden oder -w?llen wird nach den "Richtlinien für den L?rmschutz an Stra?en" (RLS-90) berechnet. Die Berechnung der erforderlichen Schalld?mmung der Au?enw?nde und Fenster erfolgt nach der?Verkehrswege-Schallschutzma?nahmenverordnung?(24. Bundes-Immissionsschutzverordnung). Neubau und oft auch erhebliche bauliche Eingriffe erfordern ein Planfeststellungsverfahren. In diesem Verfahren k?nnen die von der ⁠Planfeststellung⁠ betroffenen Personen ihre Rechte und Interessen geltend machen. Dabei sind Fristen zu beachten.

 

L?rmsanierung - L?rmschutz an bestehenden Stra?en

Eine generelle Regelung zum Schutz vor Stra?enverkehrsl?rm gibt es für Bestandsstra?en in Deutschland nicht, damit besteht auch kein Rechtsanspruch auf L?rmsanierung. Die L?rmsanierung an Bundesfernstra?en in der Baulast des Bundes kann als freiwillige Leistung auf der Grundlage haushaltsrechtlicher Regelungen gew?hrt werden und wird nur vorgenommen, wenn der Beurteilungspegel die Ausl?sewerte für die L?rmsanierung überschreitet:

an Krankenh?user, Schulen, Kurheimen, Altenheimen, in reinen und allgemeinen Wohngebieten sowie Kleinsiedlungsgebieten

  • tags: 64 dB(A)
  • nachts: 54 dB(A)

in Kerngebieten, Dorfgebieten, Mischgebieten

  • tags: 66 dB(A)
  • nachts: 56 dB(A)

in Gewerbegebieten

  • tags: 72 dB(A)
  • nachts: 62 dB(A)

Der Bund stellt für die L?rmsanierung an Bundesfernstra?en (Bundesautobahnen und Bundesstra?en) j?hrlich ca. 65 Millionen Euro zur Verfügung. Für die L?rmsanierung an Bundesfernstra?en wurden zwischen 1978 und 2015 insgesamt 1,1 Milliarden Euro aufgewandt. Einige Bundesl?nder und Kommunen haben sich der L?rmsanierung angeschlossen. Das ⁠UBA⁠ hat sich zusammen mit vielen anderen Institutionen wiederholt für eine gesetzliche Regelung der L?rmsanierung eingesetzt.?