Chemisch

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Bewertung gem?? Wasserrahmenrichtlinie

Der chemische Zustand gem?? ⁠Wasserrahmenrichtlinie⁠ (WRRL) wird für die übergangs- und Küstengew?sser bis zur 12 SM Zone bestimmt. Zu diesem Zweck werden die priorit?ren und priorit?r gef?hrlichen Stoffe überwacht und mit Hilfe von Umweltqualit?tsnormen bewertet. In der Ostsee sind in Deutschland keine ⁠übergangsgew?sser⁠ definiert. Nach dem Bewirtschaftungsplan von 2009 weisen die schleswig-holsteinischen Küstenwasserk?rper der Flussgebietseinheit ?Schlei/Trave“ einschlie?lich des Küstenmeeres einen guten chemischen Zustand auf. In Mecklenburg Vorpommern befindet sich nach den Bewirtschaftungspl?nen (2009) der Küstenwasserk?rper ?Kleines (Stettiner) Haff“ im guten chemischen Zustand und auch die Küstenwasserk?rper der Flussgebietseinheit ?Warnow/Peene“ erreichen den guten chemischen Zustand.

In der Nordsee wird gem?? WRRL in übergangs- und Küstengew?sser unterschieden. Die schleswig-holsteinischen Küstenwasserk?rper der Flussgebietseinheit ?Eider“ und der Flussgebietsgemeinschaft ?Elbe“ weisen nach den Bewirtschaftungspl?nen (2009) einschlie?lich der Küstenmeere Eider und Elbe den guten chemischen Zustand auf.

Im nieders?chsischen Küstengew?sser erreichen nach Bewirtschaftungspl?nen (Flussgebietseinheit ?Weser“ (2009), Flussgebietseinheit ?Ems“ (2009)) alle ⁠Wasserk?rper⁠ den guten chemischen Zustand. Die Ausnahme bilden die beiden übergangsgew?sser Ems sowie der Küstenwasserk?rper im Bearbeitungsgebiet Ems-Dollart (Bewertung bereits nach Umweltqualit?tsnormen nach der Richtlinie 2008/105/EG), dort wurde der gute Zustand nicht erreicht.

Es ist zu beachten, dass viele Schadstoffe aufgrund ihrer schlechten Wasserl?slichkeit, ihrer starken Verdünnung und nicht ausreichender Bestimmungsgrenzen im Meer nicht nachweisbar sind. Ver?nderungen des chemischen Zustandes in der Wasserphase k?nnen daher teilweise nicht ermittelt werden und eine überprüfung der Umweltqualit?tsnormen UQN nicht durchgeführt werden.

Die WRRL wird in Deutschland durch die Oberfl?chengew?sserverordnung (OGewV) umgesetzt. Hier sind in Anlage 5 flussgebietsspezifische Stoffe mit Umweltqualit?tsnormen als Bewertungsgrundlage aufgeführt. Die Bewertung der Einhaltung der Umweltqualit?tsnormen UQN der flussgebietsspezifischen Stoffe geht in die Bewertung des ?kologischen Zustands ein. Zu den flussgebietsspezifischen Stoffen in deutschen Flüssen z?hlen ⁠PCB⁠, zinnorganische Verbindungen und verschiedene Metalle, die für die Belastung der übergangs- und Küstengew?sser mit Schadstoffen bedeutend sein k?nnen.

 

Bewertung gem?? OSPAR

Der OSPAR Qualit?tszustandsbericht 2010 (Quality Status Report (QSR) 2010)?umfasst eine ausführliche Bewertung der Schadstoffbelastung des Nordostatlantiks. Für die Nordsee wird die Belastung durch Schadstoffe als schwerwiegend bewertet, vor allem die Belastung durch Metalle, ⁠PAK⁠ und ⁠PCB⁠. Grundlage der Einsch?tzung sind Daten für die Jahre 1998 bis- 2007 und eine nach offener See und Küstengew?sser differenzierte Bewertung der Schadstoffbelastung (Cadmium, Quecksilber, Blei, PAK, PCB) im Sediment, in Krustentieren und in Fisch. Die Statistik der Schadstoffmessungen an allen Monitoringstationen in der Nordsee zeigt an, dass für die Schadstoffe Cadmium, Quecksilber, Blei, PAK und PCB die Belastung an 20 Prozent, 37 Prozent, 53 Prozent, 55 Prozent und 71 Prozent aller Probenahmestationen nicht akzeptabel ist; Unter den Nordseeregionen geh?rt die Deutsche Bucht zu den h?her belasteten Gebieten.

Abbildung: Integrierte Bewertung der Belastung der Ostsee mit gef?hrlichen Substanzen mit dem HELCOM Hazardous Substances Status Assessment Tool (CHASE). Gro?e Punkte: Bewertungseinheiten im offshore-Bereich, kleine Punkte: Bewertungseinheiten in Küstenge
überwachung und Bewertung HELCOM CHASE

Abbildung: Integrierte Bewertung der Belastung der Ostsee mit gef?hrlichen Substanzen mit dem HELCOM Hazardous Substances Status Assessment Tool (CHASE). Gro?e Punkte: Bewertungseinheiten im offshore-Bereich, kleine Punkte: Bewertungseinheiten in Küstengew?ssern (territoriale Gew?sser) (HELCOM, 2010).

Quelle: FG II 2.3 / UBA
 

Bewertung gem?? dem Trilateral Monitoring and Assesment Programme

Der Trilaterale Wattenmeerplan (TMAP) definiert gemeinsame ?kologische und 6 sechs sozio?konomische Qualit?tsziele und Managementprinzipien, die von grundlegender Bedeutung für den Schutz des grenzüberschreitenden Wattenmeeres der Niederlande, Deutschlands und D?nemarks sind. Das TMAP als gemeinsames harmonisiertes Umweltbeobachtungsprogramm überwacht die Zielerreichung. Die Ergebnisse werden regelm??ig ausgewertet und als Qualit?tszustandsbericht (Quality status report (QSR)) für das Wattenmeer ver?ffentlicht.

Zu gef?hrlichen Stoffen berichtet der QSR Synthesis Report 2010, dass die Verschmutzung des Wattenmeeres haupts?chlich aus Schadstoffeintr?gen über die Flüsse Elbe, Weser, Ems und IJssel, die Nordsee selber und die ⁠Atmosph?re⁠ herrührt. Ein Abw?rtstrend der Belastung ist zu beobachten ist, wenngleich auch ein sehr langsamer. Trotz abnehmender Eintr?ge einiger Metalle über die Flüsse, werden immer noch hohe Konzentrationen gemessen: Iim Sediment überschreiten die Blei- und Quecksilber-Konzentrationen ?kotoxikologisch abgeleitete Schwellenwerte und im Gewebe von Miesmuscheln liegen die Konzentrationen von Cadmium, Blei und Quecksilber über den natürlichen Hintergrundwerten. Auch die Konzentrationen einiger synthetischer Stoffe sinken, Hintergrundkonzentrationen werden in der Regel aber nicht erreicht.

 

Bewertung gem?? Meeresstrategierahmenrichtlinie

Der chemische Zustand der Meeresgew?sser wird durch Deskriptor 8 (?Aus den Konzentrationen an Schadstoffen ergibt sich keine Verschmutzungswirkung.“) und Deskriptor 9 (?Schadstoffe in Lebensmitteln“) beschrieben. Dabei werden Konzentrationsmessungen in verschiedenen Matrizes als auch biologische Effektmessungen die Bewertungsgrundlage bilden. Deskriptor 9 bezieht sich auf die menschliche Gesundheit und betrachtet die EU-weit festgelegten H?chstmengen von Schadstoffen in Fischen und Meeresfrüchten. Die erste Bewertung des Umweltzustands? der deutschen Nord- und Ostseegebiete wurde von Bund und L?ndern durchgeführt und 2012 publiziert. Sie beruht überwiegend auf einer Zusammenfassung bestehender Analysen und Bewertungen anderer Richtlinien und der regionalen Konventionen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Konzentrationen klassischer Schadstoffe wie die ⁠DDT⁠-⁠Metabolite⁠ abnehmen, neue Schadstoffe, wie perfluorierte Tenside dagegen stark zunehmende Trends aufweisen. Zudem müssen bestehende Bewertungsans?tze sinnvoll kombiniert werden, um den Ansprüchen der MSRL gerecht zu werden. Für die Umsetzung der MSRL erstellen Bund und L?nder bis 2015 Ma?nahmenpl?ne, die der Erreichung und/oder Erhaltung des ?guten Umweltzustands“ dienen und sich an den Umweltzielen?orientieren.