Gew?ssertyp 2020 - Steiniger, kalkreicher Mittelgebirgsbach

Bild eines Bacheszum Vergr??ern anklicken
Gew?ssertyp des Jahres 2020 - Der Steinige, kalkreiche Mittelgebirgsbach
Quelle: Guido Haas

Naturnahe Gew?sser sind für eine Vielzahl von Arten ?u?erst wertvolle Lebensr?ume. Unsere Gew?sser in Deutschland liegen in verschiedenen ?koregionen, H?henlagen, haben unterschiedliche Gr??en, Lebensr?ume und Lebensgemeinschaften und lassen sich verschiedenen Typen zuordnen. Der ?Steinige, kalkreiche Mittelgebirgsbach“ (Typ 7) ist der Gew?ssertyp des Jahres 2020.

Inhaltsverzeichnis

 

Vorkommen

Steinige, kalkreiche Mittelgebirgsb?che, die von Fachleuten auch als ?grobmaterialreiche, karbonatische Mittelgebirgsb?che“ (Typ 7) bezeichnet werden, treten in den Kalksteingebieten der Schw?bischen und Fr?nkischen Alb und im Bereich der Ablagerungen aus der Zeit des ?Muschelkalks“ z.B. in Thüringen auf. Vereinzelt kommen sie auch in ?lteren Massenkalken z.B. des Rheinischen Schiefergebirges vor. Typische Vertreter des Gew?ssertyps sind Oberl?ufe der Unstrut in Thüringen, der Lutter in Niedersachsen, der Erft in Nordrhein-Westfalen, der Nims in Rheinland-Pfalz, der Tauber in Bayern, die Zul?ufe der oberen Donau in Baden-Württemberg, die Holtemme in Sachsen-Anhalt und die Netra in Hessen.
Im Kartendienst zum Gew?ssertyp des Jahres finden Sie alle Flie?gew?sser, Seen, ?stuare (⁠übergangsgew?sser⁠ ) und Küstengew?sser. Alle ?steinigen, kalkreichen Mittelgebirgsb?che“ in Deutschland und deren Bewertung des Zustands sind dort farbig hervorgehoben. Sie k?nnen für das Gew?sser, das Sie interessiert, weitere Angaben zum Zustand der Gew?sserflora und -fauna abrufen.

 

Steckbrief

ein Steckbrief über die Eigenschaften des Mittelgebirgsbaches
Steckbrief Steiniger,kalkreicher Mittelgebirgsbach
Quelle: Umweltbundesamt
 

Lebensraum

B?che dieses Typs haben sich in den Teilen der Mittelgebirgsregionen Deutschlands entwickelt, die in geologischen Vorzeiten von Meeren überdeckt und deshalb heute von Kalkstein gepr?gt sind. In engen Kerbt?lern verlaufen die B?che gestreckt. Im Extremfall k?nnen sich senkrecht stehende Talw?nde ausbilden, wenn massives Kalkgestein vom Bach zerschnitten wird. Erst wenn die T?ler breiter werden, entwickeln sich B?gen und Windungen im Bachlauf. Die Bachsohle besteht aus groben oder plattigen Kalkschotter und einzelnen Kalkbl?cken. Da Kalkstein unter unseren klimatischen Bedingungen vor allem zu sehr feinem Material verwittert, gesellen sich auch Sand und Schlamm dazu. Nach Regenf?llen ist das Bachwasser daher oftmals trüb. Der Bachquerschnitt ist kastenf?rmig. An der Bachsohle wird kaum Ger?ll transportiert und der Bach schneidet sich eher in die Tiefe ein, als das er sich zur Seite verlagert.
Kalkgestein hat die Besonderheit, dass es zwar wasserundurchl?ssig ist, von Regenwasser jedoch gel?st wird. Aus Spalten und Klüften im Gestein entstehen daher allm?hlich H?hlen und ein unterirdisches Gew?ssersystem. Gebiete dieser Art werden Karstgebiete genannt. Für B?che dieses Typs hei?t das, dass sie urpl?tzlich im Untergrund in ?Bachschwinden“ versickern und an anderer Stelle in ?Quellt?pfen“ wiedererscheinen k?nnen. Beispiele hierfür sind die Zorge bei Nordhausen im Südharz oder der Oberlauf der Pegnitz auf der Fr?nkischen Alb. Weithin bekannt ist die Versickerung gro?er Teile des Wassers der oberen Donau, das mit der Radolfzeller Aach zum Bodensee flie?t. H?ufig führen B?che dieses Typs nur nach Regenf?llen oder nach der Schneeschmelze Wasser. Auf den Hochfl?chen der Kalksteingebirge gibt es daher auch nur sehr wenige oberirdisch flie?ende Gew?sser. Eine weitere Besonderheit tritt dann auf, wenn das kalkreiche Wasser an die Oberfl?che tritt. Durch die Erw?rmung des Wassers f?llt der gel?ste Kalk wieder aus und es k?nnen sich Kalkkrusten auf Steinoberfl?chen bilden.


B?che des Typs 7 sind in ihrem natürlichen Zustand n?hrstoffarm. Entsprechend treten in den schnell flie?enden Gewa?ssern des Muschelkalks und in den Karstgebieten Groppe, Bachforelle und Elritze auf. In den weniger schnell flie?enden, breiteren Abschnitten gesellen sich A?sche, Bachneunauge sowie Do?bel oder Dreistachliger Stichling hinzu. Das ho?here Gefa?lle, die in den Mittelgebirgen niedrigeren Jahresmitteltemperaturen und das geringe N?hrstoffniveau sorgen dafür, dass die an der Bachsohle lebenden Tiere hohe Ansprüche an die Stro?mung und den Sauerstoffgehalt stellen.
Die groben Kalkschotter werden von einer artenreichen Gemeinschaft aus Wirbellosen (Krebsen, Insektenlarven, K?fer, Muscheln und Würmern) besiedelt. Im Lu?ckensystem der Sohle tummeln sich str?mungsliebende Steinbesiedler wie Eintagsfliegen und in den sandig-schlammigen Ablagerungen in stro?mungsberuhigten Bereichen (sog. Kolke) oder Uferbereichen leben Gro?muscheln und K?cherfliegen. Da die steinigen, kalkeichen Ba?che von Natur aus stark durch Ufergeho?lze beschattet sind, ern?hren sich viele der vorkommenden Arten vom Falllaub und dem ⁠Totholz⁠ des begleitenden Erlen-Auenwalds oder des charakteristischen Buchenwalds. Die Wasserpflanzengemeinschaft setzt sich aus Wassermoosen wie Gemeines Quellmoos (Fontinalis antipyretica), Bach-Kurzbüchsenmoos (Brachythetium rivulare) und der kalkliebenden Art Brunnen-Gitterzahnmoos (Cinclidotus fontinaloides) zusammen.
.

 

Nutzung, Belastungen und Ma?nahmen

Belastungen der Gew?sser dieses Typs sind vor allem auf die landwirtschaftliche Nutzung des Umlands zurückführen. In mehr als der H?lfte der B?che dieses Typs werden zu hohe N?hrstoffkonzentrationen gemessen. Die N?hrstoffe gelangen aus landwirtschaftlichen Fl?chen in die B?che und f?rdern dort das Pflanzenwachstum und als Folge geringe Sauerstoffkonzentrationen.
Weitere typische Folge einer immer intensiven Landwirtschaft ist Begradigung. Dadurch wird der Bachlauf verkürzt und der Bach überbrückt auf kürzeren Strecken die H?henunterschiede. So wird der Bach schneller und gewinnt an Kraft. Damit tieft sich der Bach in den Talboden ein. Die Folge: der Wasserspiegel sinkt immer weiter ab und droht die Ackerfl?chen auszutrocknen. Deswegen schlie?t eine Begradigung fast immer auch den Bau von Querbauwerken (z.B. Wehren) ein, um den Bach an einer Eintiefung zu hindern. Von der Zerstückelung durch Querbauwerke sind mehr als die H?lfte der B?che des diesj?hrigen Gew?ssertyps des Jahres betroffen. Das zerschneidet die Lebensr?ume und st?rt für die darin lebenden Tiere und Pflanzen die natürlichen Lebens- und Fortpflanzungsabl?ufe.


Mit einer intensiven, gro?maschinellen Nutzung des Gew?sserumfelds und der Begradigung geht oft die Abholzung des Uferwalds einher, was den N?hrstoffeintrag aus den umliegenden landwirtschaftlich genutzten Fl?chen zus?tzlich begünstigt. Die fehlende Beschattung sorgt aber auch für st?rkeres Wasserpflanzenwachstum und h?here sommerliche Temperaturen, die viele Gew?sserorganismen der Mittelgebirgsb?che nur schlecht vertragen. In die B?che gelangt zudem immer weniger ⁠Totholz⁠, das vielen ursprünglichen Bachbewohnern als Lebensgrundlage dient.


All diese Ver?nderungen machen die ursprünglich vielf?ltige ⁠Gew?sserstruktur⁠ eint?nig. Fachleute sprechen von ?struktureller Degradation“. Wenn sich der Zustand dieses Gew?ssertyps wieder verbessern soll, ist vor allem die Landwirtschaft gefragt. Durch eine geschickte Bodenbearbeitung und die Auswahl geeigneter Fruchtfolgen mit langanhaltender Bodenbedeckung (Untersaaten, Zwischenfrüchte, Mulchsaat) k?nnen Abschwemmungen des Bodens und die Auswaschung von N?hrstoffen vermindert werden. Auch der Eintrag von Feinsand l?sst sich auf diese Weise einschr?nken, da weniger Bodenmaterial erodiert wird. Eine am Bedarf ausgerichtete optimierte Düngung und ein minimaler Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sollten selbstverst?ndlich sein. Für eine gew?sserschonende Fl?chenbewirtschaftung werden auch Beratung, Schulung und (wenn es über gesetzliche Regelungen hinausgeht) finanzieller Ausgleich angeboten.
Entlang der Gew?sser sollte das Wachstum von typischer Vegetation und die Entwicklung eines Baumbestands zugelassen werden. Dafür ist es erforderlich, dass ⁠Gew?sserrandstreifen⁠ durch die Beh?rden der Bundesl?nder festgesetzt werden. Auch diese tragen dazu bei, den Eintrag von N?hrstoffen aus den umliegenden Fl?chen abzupuffern. Noch effizienter sind Ma?nahmen, die der eigendynamischen Entwicklung des Gew?sserlaufs und der Verbesserung von Gew?sserhabitaten dienen. Dafür ben?tigen die B?che mehr Bewegungsspielraum, der ihnen durch eigene Gew?sserentwicklungsfl?chen wieder zur Verfügung gestellt werden muss. Auch hier wird mit Landwirten zusammengearbeitet, die Fl?chen am Ufer für die ⁠Gew?sserentwicklung⁠ aufgeben und dafür finanziellen Ausgleich erhalten. Weitere Ma?nahmen sollten auf die Wiederherstellung der linearen Durchg?ngigkeit an den vielen Flusssperren, Abstürzen und Durchl?ssen abzielen.
?

 

Typische Lebewesen

?

Feuersalamander - Salamandra salamandra

Gro?e und feuchte Laub- und Mischw?lder mit naturnahen Bachl?ufen sind die Heimat des Feuersalamanders. Er wird bis zu 23 cm lang und seine glatte, tiefschwarze Haut ist von einem auff?lligen gelben, orangen bis manchmal fast r?tlichem Muster gezeichnet. Das Muster ist so individuell, dass man daran sogar Einzeltiere leicht wiedererkennen kann. Feuersalamander k?nnen im Freiland über 20 Jahre alt werden – in Museen wurden Einzelexemplare unter idealen Haltungsbedingungen sogar mehr als 50 Jahre alt. Klare, saubere und kühle Quellbereiche der B?che ohne Fische sind die Kinderstuben des Feuersalamanders. Nach der Metamorphose gehen die jungen Salamander an Land und führen wie Ihre Eltern ein sehr heimliches und verstecktes Leben. Wer sie an feuchten Tagen trifft, kann sich glücklich sch?tzen, denn meistens sind Sie nur nachts unterwegs.

Bild des Feuersalamanders
Der Feuersalamander ist auf saubere, kühle und sauerstoffreiche Quellen und B?che angewiesen
Quelle: Manuel Redling

Masken-K?cherfliege - Sericostoma personatum

Die Masken-K?cherfliege ben?tigt zur Entwicklung saubere B?che und kleine Flüsse. Die Larven der Masken-K?cherfliege bauen sehr markante K?cher aus zusammengeklebten Sandk?rnern, welche sogar mit blo?em Auge gut von den K?chern anderer Arten zu unterscheiden sind. Die geflügelten Erwachsenen leben von etwa April bis September im Uferbereich naturnaher Gew?sser. Das erwachsene M?nnchen hat eine maskenartige Struktur über der Vorderseite des Kopfes, welche für den Namen der Art verantwortlich ist. Sericostoma personatum hat einen semivoltinen Reproduktionszyklus – d.h. die Art ben?tigt für die Vollendung einer Generation zwei Jahre. Solche Arten verschwinden, wenn B?che in landwirtschaftlicher Umgebung zu h?ufig ?unterhalten“, d.h. entkrautet oder gar ausgebaggert werden. Wie andere K?cherfliegen ist auch Sericostoma personatum eine Indikatorart für den guten ?kologischen Zustand steiniger, kalkreicher Mittelgebirgsb?che. Eine gute Sauerstoffversorgung im Gew?sser ohne Schadstoffeintr?ge ist wichtige Voraussetzung für ihr Vorkommen.

<>
 

Elritze - Phoxinus phoxinus

Die Elritze ist ein kleiner, etwa 6-8 cm gro?er Schwarmfisch. Sie kommt in sauberen, klaren und sauerstoffreichen Gew?ssern vor. Die Elritze ist einer unserer farbenpr?chtigsten einheimischen Fischarten. Zur Laichzeit werben die M?nnchen in auff?lligen Prachtkleidern mit r?tlichem Bauch und Flossenans?tzen, grünlich-türkis-metallischen Seiten und wei?en Schwielen auf dem Kopf, um die Gunst der Weibchen. Als Kieslaicher ben?tigt die Elritze saubere Kiesb?nke über denen das Weibchen bis zu 4000 klebrige Eier abgibt.
H?ufig wandern Elritzen w?hrend der Laichzeit (April bis Juni) in gro?en Schw?rmen stromauf zu geeigneten Laichpl?tzen. Die frisch geschlüpften Junglarven leben im Lückensystem gut durchlüfteter Kiesb?nke bis sie gro? genug sind, um in andere Habitate wie z.B. flache, besonnte Uferbereiche zu wechseln. Elritzen ern?hren sich vorwiegend von kleinen wirbellosen Tieren (Insektenlarven, Krebse, ins Wasser gefallene Insekten etc.) aber auch von kleinen Pflanzenteilen. Elritzen sind gute Indikatoren für die ⁠Gew?ssergüte⁠: das Fehlen von Elritzen in einem Gew?sser kann Hinweis für eine verschlechterte Wasserqualit?t sein.
?

Foto der m?nnlichen Elritze
Das Hochzeitskleid der m?nnlichen Elritze
Quelle: Dr. Falko Wagner
 

Blaualge - Homoeothrix crustacea

In kalkreichen Mittelgebirgsb?chen kommen nicht selten ausgedehnte Kalkkrusten auf den Steinoberfl?chen, sogenannte Versinterungen, vor. An der Bildung dieser Krusten sind h?ufig Blaualgen mit dem wissenschaftlichen Namen ?Homoeothrix crustacea“ beteiligt. Blaualgen sind eine entwicklungsgeschichtlich sehr alte Organismengruppe. Ihr deutscher Name bezieht sich auf die F?rbung der Zellen. Neben dem Photosynthesepigment Chrorophyll-a, besitzen sie zus?tzliche Pigmente (Phycocyanin und Phycoerythrin), die ihnen je nach Anteil eine bl?uliche bis violett, schw?rzliche F?rbung verleihen. Diese F?rbung tritt bei Homoeothrix crustacea allerdings nicht deutlich hervor.
Homoeothrix crustacea bildet mit ihren ca. 2 bis 3 Tausendstel Millimeter dicken, parallel angeordneten und in dünnen Scheiden sitzenden F?den halbkugelige oder flach kissenf?rmige Lager oder Krusten aus. Dabei sitzen die F?den fest auf dem Stein und sind mit Kalziumkarbonat inkrustiert. Solche Lager k?nnen aus mehreren Schichten bestehen und so mehrere Millimeter dicke Kalkkrusten bilden. Die Versinterung basiert auf der T?tigkeit der ⁠Photosynthese⁠ treibenden, am Substrat festhaftenden Pflanzen im Gew?sser. Homoeothrix crustacea ist eine Charakterart karbonatischer Gew?sser, die im guten ?kologischen Zustand der steinigen, kalkreichen Mittelgebirgsb?che regelm??ig auftritt.

Bilder einer Alge
Homoeothrix crustacea bildet Kalkpusteln auf Stein (links); H. crustacea unter dem Mikroskop (rechts
Quelle: Dr. Antje Gutowski
 

Gemeines Quellmoos - Fontinalis antipyretica

Das gemeine Quellmoos ist, wie viele unserer Wassermoose, eine sehr formenreiche und vielgestaltige Art, die in der Regel 10–20 cm gro? wird. Unter sehr günstigen Bedingungen kann es sogar eine L?nge von bis zu 80 cm erreichen. Sind die Bedingungen weniger günstig, kommen aber Zwergformen vor. In schnell-flie?enden klaren B?chen bildet es in sonnigen Gew?sserabschnitten oft dichte, ganzj?hrig grüne Rasen am Gew?ssergrund, die sogar vom Ufer aus gut sichtbar sind. Solche dichten Best?nde des Quellmooses k?nnen durch ⁠Photosynthese⁠ sehr viel Sauerstoff produzieren und damit den Sauerstoffhaushalt des Gew?ssers auch für andere Lebewesen positiv beeinflussen. Das Quellmoos dient darüber hinaus vielen Insektenlarven und Fischen als Versteck oder auch als Laichplatz. Früher war das Quellmoos unter anderem Namen bekannt – es wurde als ?Fiebermoos“ bezeichnet. Der zweite Teil des wissenschaftlichen Namens der Pflanze ?antipyretica“ bedeutet so viel wie ?gegen Fieber“. Es weist auf die frühere Nutzung des Wassermooses als Heilmittel gegen Fieber hin.

Fotografie von Quellmoos
Das Gemeine Quellmoos Fontinalis antipyretica bildet oft dichte Rasen am Gew?ssergrund
Quelle: Frank Hecker
 

Zustand

Das Ziel der Europ?ischen ⁠Wasserrahmenrichtlinie⁠ ist es, in allen Gew?ssern einen guten ?kologischen und einen guten chemischen Zustand zu erreichen, so dass ihre natürliche Funktionsf?higkeit gew?hrleistet ist. Dafür werden u.a. die im Wasser vorkommenden Pflanzen- und Tierarten sowie N?hr- und Schadstoffe analysiert und bewertet. Den guten ?kologischen Zustand erreichen derzeit lediglich 8 % der 291 Gew?sserabschnitte (⁠Wasserk?rper⁠) der steinigen, kalkreichen Mittelgebirgsb?che. 44 der insgesamt 270 bewerteten Wasserk?rper (15%) sind ?erheblich ver?ndert“, weil natürliche Form und Struktur durch die intensive Nutzung der Einzugsgebiete deutlich überpr?gt ist. 85 % der Wasserk?rper gelten noch als ?natürlich“. Das ist ein gr??erer Anteil als bei anderen Gew?ssertypen. Im Mittel Deutschlands sind etwa 35% der Gew?sser erheblich ver?ndert, weitere 15 % sind künstliche Gew?sser.

Kreisdiagramm des Zustands
?kologischer Zustand der steinigen, kalkreichen Mittelgebirgsb?che 2019
Quelle: Umweltbundesamt