Hochwasserrisikomanagement

Ein umfassendes Hochwasserrisikomanagement schlie?t den vorsorgenden Bereich, die Vorbereitung auf ein Hochwasser, die Bew?ltigung des Ereignisses und die Nachbereitung inklusive des Wiederaufbaus ein.

Das Hochwasserrisiko ist die Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit (der ⁠J?hrlichkeit⁠) eines Hochwassers und den m?glichen Sch?den (das Schadenpotential). Hochwasser werden in ?h?ufig auftretende Ereignisse“ (zum Beispiel alle 5, 10, 20 Jahre), ?mittlere“( alle 100 Jahre) und ?seltene Ereignisse“ (zum Beispiel einmal in 200 Jahren) unterschieden. Die seltenen Hochwasserereignisse - sogenannte Extremereignisse -? sind durch hohe Durchflussmengen und hohe Wasserst?nde gekennzeichnet. Es werden Fl?chen überflutet, die ?normalerweise“ nicht vom Hochwasser betroffen sind. Diese Unterscheidung der Hochwasser nach bestimmten ?J?hrlichkeiten“ basieren auf statistischen Auswertungen der Abflüsse eines Flusses, die man über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg beobachtete (Wahrscheinlichkeitsbetrachtung).Das Schadenspotenzial beschreibt Werte (Geb?ude nebst Inneneinrichtung, Industrieanlagen, Verkehrsinfrastruktur, bewegliche Gegenst?nde wie z.B. Autos), die durch ein Hochwasser gesch?digt werden k?nnen.

Bis Ende 2013 wurden im Rahmen der Umsetzung der EU-⁠Hochwasserrisikomanagement⁠-Richtlinie (HWRM-RL) detaillierte Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten erarbeitet, die die fl?chenhafte Ausdehnung von Hochwasserereignissen sowie vom Hochwasser betroffene Gebiete und Güter zeigen. Eine nationale Zusammenstellung dieser Karten finden Sie unter Geoportal.über diese Anwendung k?nnen sich alle Bürgerinnen und Bürger informieren, wo in ihrer Region konkret Gefahren und Risiken durch Hochwasser bestehen.

Auf dieser Grundlage werden bis zum Ende des Jahres 2015 Hochwasserrisikomanagementpl?ne erstellt. Sie werden insbesondere Ma?nahmen zur Verringerung der hochwasserbedingten Folgen auf die menschliche Gesundheit, Umwelt, Kulturerbe und wirtschaftliche T?tigkeiten enthalten. über den Wasserblick gelangen Sie zu den bereits vorliegenden Entwürfen der Hochwasserrisikomanagementpl?ne. Darin werden sowohl Ma?nahmen der Fl?chenvorsorge, Ma?nahmen zum natürlichen Wasserrückhalt im ⁠Einzugsgebiet⁠, aber auch des technischen Hochwasserschutzes und der Bauvorsorge genutzt. Zus?tzlich haben sich Bund und L?nder im Rahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms auf die Finanzierung überregional bedeutsamer Ma?nahmen verst?ndigt. Darüber hinaus umfasst das Hochwasserrisikomanagement Optionen der Risikovorsorge (z.B. Versicherungen), Ma?nahmen aus dem Bereich Kommunikation und Warnung sowie der Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes.

Weitere Informationen, auch Beispiele für Ma?nahmen zum Hochwasserrisikomanagement finden Sie in der Broschüre ?Hochwasser – Verstehen, Erkennen, Handeln“. Sie erl?utert Grundlegendes zur Entstehung von Hochwasser und gibt einen überblick über geeignete Ma?nahmen zur Reduzierung des Hochwasserrisikos. Sie zeigt, wo die gesetzlichen Regelungen zum Umgang mit Hochwasser in Deutschland ansetzen und beschreibt die Handlungsm?glichkeiten für Hausbesitzer und Hochwassergef?hrdete.

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 Europ?ische Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie  Hochwasserschutz