Meeresschutz geht uns alle an!

Seehund am Strandzum Vergr??ern anklicken
Oft sieht man die Belastungen der Meere und Küsten erst auf den zweiten Blick.
Quelle: FG II 2.3 / UBA

Deutschland hat das Ziel, den Gew?sserzustand von Nord- und Ostsee zu verbessern. Diese Aufgabe fordert nicht nur beh?rdlichen Einsatz: Alle Bürgerinnen und Bürger k?nnen – privat, im Verein oder Unternehmen – zu einer Verbesserung des Zustandes unserer Meere und Küsten beitragen. So sollen sie zukünftig den vielf?ltigen Pflanzen und Tieren wieder einen gesunden Lebensraum bieten.

Inhaltsverzeichnis

 

Gemeinsam für den Meeresschutz

Der gute Zustand der Meere ist ein Ziel der europ?ischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL), für das auch Deutschland sich aktiv einsetzen muss. Als Partner sind die betroffenen Küstenbundesl?ndern und die Bundesbeh?rden im Umweltbereich, also auch das Umweltbundesamt (⁠UBA⁠), daran beteiligt, gemeinsam Ideen und L?sungskonzepte zu erarbeiten.

Die Meere unterliegen einer intensiven und vielf?ltigen Nutzung durch den Menschen. Schifffahrt, Fischerei, Wassersport und Strandtourismus springen als erstes ins Auge. Das Meer spielt auch eine gro?e Rolle für verschiedene Formen der Energiegewinnung, als Nahrungsquelle oder für den Abbau von Rohstoffen.

Belastungen der Meeresgew?sser haben oft ihren Ursprung an Land. Auch Regionen, die weiter von der Küste entfernt sind, k?nnen für die Verschmutzung der Meere mitverantwortlich sein. Denn die Meere sind über die Flüsse mit dem Landesinneren verbunden. Auch über die Luft k?nnen sch?dliche Stoffe in die Meere gelangen.

Eine Herausforderung im Meeresschutz: Die Ursachen und die Folgen von verschmutzten Meeren sind selten einem Staat allein zuzuordnen. Die Kooperation m?glichst vieler Anrainern der Meere ist notwendig, um die verschiedenen Einflüsse sichtbar zu machen und gemeinsame Aktionen zum Erfolg zu führen.

 

Die europ?ische Strategie für Meere im guten Zustand

Die MSRL setzt seit 2008 dem Schutz der Meere auf europ?ischer Ebene einen Rahmen. Durch sie haben sich die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, notwendige Ma?nahmen zu ergreifen, um sp?testens im Jahr 2020 einen guten Umweltzustand aller europ?ischer Meeresgew?sser zu erreichen und zu erhalten, den Schutz und die Erhaltung auf Dauer zu gew?hrleisten und eine künftige Verschlechterung zu vermeiden. Die Beschreibung dieses guten Umweltzustands findet anhand von elf Themenfeldern (?Deskriptoren“) statt. Jeder Mitgliedsstaat definiert Umweltziele, die es durch die Umsetzung der MSRL zu erreichen gilt. Unter Leitung des Bundesumweltministeriums engagiert sich das ⁠UBA⁠ zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz (⁠BfN⁠) und weiteren Bundesbeh?rden sowie den Küstenbundesl?ndern für die Verbesserung des Zustands der Meere.

Die nationale Berichterstattung im Jahr 2018 zum Zustand der Meere an die europ?ische Kommission ist gleichzeitig der Start des zweiten Zyklus in der Umsetzung der MSRL. Die ?ffentlichkeit war aufgefordert, zu den von Bund und L?ndern erstellten Berichten zum Zustand der deutschen Meeresgew?sser, der Festlegung des guten Zustands sowie der Umweltziele Stellung zu nehmen. Die ?ffentlichkeitsbeteiligung endete am 31. August 2018. Die Berichte werden Ende 2018 hier ver?ffentlicht.

Nachfolgend werden fünf Themenfelder im Meeresschutz kurz beschrieben, welche negative Einflüsse des Menschen auf die Meeres?kosysteme und so auch auf die Lebewesen in Nord- und Ostsee charakterisieren.

2 Meerestiere sto?en mit Bier unter Wasser an
Schaumberge am Strand haben verschiedene Ursachen.Was haben wir damit zu tun?
Quelle: Umweltbundesamt
 

Schaumberge an den Meeresküsten

Was ist das Problem?

Eutrophierung⁠ bedeutet, dass zu hohe N?hrstoffeintr?ge (Stickstoff und Phosphor) negative Auswirkungen auf das ⁠?kosystem⁠ haben k?nnen. Solche Folgen werden unterschiedlich intensiv sichtbar, zum Beispiel als trübes Wasser durch Algenblüten, im Verlust der Artenvielfalt und in der Ver?nderung der Artenzusammensetzung sowie als Sauerstoffmangel durch bakteriellen Abbau von Algenblüten (unter Verbrauch von Sauerstoff). Je nach Algenarten k?nnen Massenvorkommen einzelliger Algen Stoffe freisetzen, welche die Wasserqualit?t verschlechtern oder auch Schaumberge im Uferbereich entstehen lassen.

Wie gelangen die überm??igen N?hrstoffe in Nord- und Ostsee?

Die Ursachen für das überangebot von N?hrstoffen im Meer liegen zu einem gro?en Teil in der zu hohen und oft unsachgem??en Ausbringung von Gülle durch die konventionelle Landwirtschaft. Stickstoff aus Abw?ssern sowie Abluft der Massentierhaltung und aus Auswaschungen aus überm??ig gedüngten B?den gelangt dann in das Gew?ssersystem. Auch kommunale Kl?ranlagen k?nnen eine Eintragsquelle sein. Stickstoffhaltige Abgase aus Industrie, Stra?en- und Schiffsverkehr gelangen über die Niederschl?ge in die Gew?sser. So werden die N?hrstoffe über die Flüsse ins Meer eingetragen und k?nnen ein überangebot im Meer mit den oben beschriebenen Folgen verursachen.

Wer kann was tun?

Ein Umdenken im Management der Landwirtschaft ist notwendig, um das Zuviel an N?hrstoffeintr?gen in Gew?sser zu vermeiden. Diese Ver?nderungen sind nur zu schaffen, wenn auch Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Bedarf an Fleisch (und dessen Qualit?t) und auch an anderen Grundnahrungsmitteln kritisch prüfen. Zus?tzlich sind technische Optimierungen zur Minderung von Stickstoff in der Luft und im Wasser sinnvoll, zum Beispiel durch Filterung der Abgase von Stallungen der Massentierhaltung und Fahrzeugen oder auch durch Optimierung von Kanalisation und Betrieb von Kl?ranlagen.

Mehr Informationen zum Themenfeld?Eutrophierung finden Sie auf den ⁠UBA⁠-Themenseiten zu Eutrophierung und zu Belastungen durch die Landwirtschaft.
Interessante Aspekte zu dem Thema sind auch im BUND-Projekt ?Weitsicht für die Meere“ aufbereitet (gef?rdert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit).

ein Fisch schwimmt im Wasser, im Maul hat er ein Fieberthermometer. Unten am Meeresboden liegt Arzeneimüll
Arzneimittel im Meer sind ungesund.
Quelle: Umweltbundesamt
 

Medikamente im Meer

Was ist das Problem?

Arzneimittel sind wichtig für die medizinische Versorgung. Doch in der Umwelt haben sie bedeutende Nebenwirkungen und k?nnen Pflanzen und Tieren schaden. Wirkstoffe in Arzneimitteln sind biologisch hochaktive und oft sehr stabile und somit langlebige Stoffe. Zum Beispiel k?nnen Hormonpr?parate die Fortpflanzung von Fischen beeintr?chtigen, psychotherapeutische Mittel zu Verhaltens?nderungen bei Fischen führen und Antibiotika das natürliche Wachstum von Algen hemmen.

Wie gelangen Arzneimittel in Nord- und Ostsee?

Arzneimittelwirkstoffe werden vom menschlichen K?rper oft unver?ndert wieder ausgeschieden. Viele Tonnen der Wirkstoffe von Humanarzneimitteln und deren Abbauprodukte kommen mit dem Abwasser allj?hrlich in die Kl?ranlagen. Im Kl?rprozess werden aber nicht alle Wirkstoffe zurückgehalten und gelangen über den Kl?ranlagenablauf in die angeschlossenen Gew?sser und schlie?lich auch in die Meere. In Deutschland wurden bereits über 250 Arzneimittelwirkstoffe in Wasser und Boden nachgewiesen.

Wer kann was tun?

Unsachgem?? über den Ausguss oder die Toilette entsorgte Medikamente gelangen zus?tzlich in das Abwasser. Entsorgen Sie unverbrauchte Medikamente in der Restmülltonne, bei Schadstoffsammelstellen oder in Apotheken! Jede und jeder Einzelne kann mit der richtigen Entsorgung alter Medikamente auch etwas Gutes für die Meere tun.

Mehr Infos zu unserer Arbeit zum Themenfeld Schadstoffe finden Sie auf den ⁠UBA⁠-Themenseiten zu Schadstoffen im Meer und Arzneimitteln.

Hier finden Sie allgemeine Information und?Tipps zum Entsorgen von Arzneimitteln.

2 Fische kehren den Müll vom Meeresgrund
Saubere Meere sind für alle wichtig: Nutzt Mehrwegprodukte!
Quelle: Umweltbundesamt
 

Woher kommt der Müll im Meer?

Was ist das Problem?

Müll im Meer, der von Kunststoffen dominiert wird, stellt eine gro?fl?chige Bedrohung für Lebewesen und Lebensr?ume dar. Insbesondere das Verstricken und Strangulieren in Müllteilen, aber auch die Aufnahme und das Verschlucken von Müllpartikeln, inklusive Mikroplastik (Kunststoffpartikel kleiner fünf Millimeter), k?nnen Meereslebewesen nachhaltig und bis hin zum Tod sch?digen. W?hrend der Zersetzung geben Kunststoffe zudem giftige und hormonell wirksame Zusatzstoffe, wie Weichmacher oder Flammschutzmittel, in die Meere oder den Organismus ab, der sie aufnimmt. Noch nicht gekl?rt sind die damit verbundenen Auswirkungen für die menschliche Gesundheit, wenn zum Beispiel h?ufig Meeresfrüchte oder Meeresfisch mit Magen-Darm-Trakt gegessen werden. Fakt ist aber: Müll im Meer verursacht hohe Kosten! So müssen zum Beispiel Kommunen an den Küsten regelm??ig Strandreinigungen durchführen. Müll verunreinigt aber auch Fischf?nge und gef?hrdet die Navigationssicherheit auf See, wenn sich beispielsweise Schiffspropeller in Netzresten verheddern.

Wie ger?t der Müll in Nord- und Ostsee?

Ein Teil des Meeresmülls stammt aus der Schifffahrt, der Fischerei oder der Offshore-Industrie. Auch Müll, der an Str?nden achtlos liegengelassen wird, gelangt oft direkt ins Meer. Müll aus St?dten kann zum Beispiel durch Wind und Regen in B?che und Flüsse bis zum Meer getragen werden. Das passiert besonders h?ufig in Regionen der Welt, die noch über keine geregelte Abfallentsorgung oder nur offene Deponien an Land verfügen, ist aber auch bei uns keine Seltenheit. Niederschl?ge werden ungekl?rt in die Meere eingeleitet und mit Ihnen zum Beispiel Müll aus Stra?engr?ben oder auch Abrieb von Autoreifen. Mikroplastik, das durch das t?gliche Waschen aus Kosmetika und Textilien ins Haushaltsabwasser gelangt, kann bislang in den Kl?ranlagen nicht vollst?ndig herausgefiltert werden. Somit hat ein gro?er Teil des Mülls und der Plastikpartikel schon einen weiten Weg hinter sich, wenn er ins Meer gelangt.

Wer kann was tun?

In den letzten zehn Jahren hat das Bewusstsein für die Ausma?e der Bedrohung durch Meeresmüll zugenommen. Der im Jahr 2016 unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerium, Umweltministerium Niedersachsen und ⁠UBA⁠ gegründete ?Runde Tisch Meeresmüll“ gibt auf nationaler Ebene die M?glichkeit, Industrie, Forschung, Umweltverb?nde und Politik zusammenzubringen und L?sungen zu forcieren. Aber auch jede und jeder Einzelne tr?gt Verantwortung: die Vermeidung von Einwegplastik ist oft leicht machbar, da es beispielsweise Mehrweggeschirr, -taschen oder auch Mehrwegflaschen als Alternative gibt. Aber auch der sorgsame Umgang mit Abf?llen und die Vermeidung von achtlos fallengelassenem Unrat, zum Beispiel die Entsorgung von Zigarettenkippen in einen Mülleimer statt achtlos auf der Stra?e oder in die Natur, sind wichtige Ma?nahmen für die Verbesserung des Zustands der Meere.

Mehr Infos zum Themenfeld Abf?lle im Meer finden Sie auf der UBA-Themenseite zu Müll im Meer .?Auf der Webseite des ?Runden Tischs Meeresmüll“ finden Sie eine gute übersicht zu aktuellen Aktivit?ten.

Interessante Aspekte sind auch im Projekt ?Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll“ von BildungsCent e.V. aufbereitet (gef?rdert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit).

2 Wale im Wasser
L?rm im Meer st?rt nicht nur Wale.Wie kann es unter Wasser wieder ruhiger werden?
Quelle: Umweltbundesamt
 

Zu viel L?rm im Meer

Was ist das Problem?

Unterwasserl?rm kann Meereslebewesen, insbesondere in Form von zeitweiser oder permanenter Beeintr?chtigung ihres Geh?rs, sch?digen, sie aber auch in ihrer Kommunikation und Orientierung beeintr?chtigen, was bis zu Strandungen führen kann. Besonders betroffen sind Wale und Delfine, aber auch beispielsweise Fische oder Tintenfische werden durch L?rm beeinflusst. Daher werden in Meeresgebieten weltweit die ?rtliche L?rmbelastung ermittelt und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Tierwelt untersucht.

Wie kommt der L?rm in Nord- und Ostsee?

Natürliche Ger?usche wie Wind und Wellenbewegung bilden den Hintergrundschall im Meer. Dazu gesellen sich in zunehmendem Ma?e menschliche L?rmquellen. Kontinuierlicher L?rm wird vor allem durch die Schifffahrt verursacht. Dazu kommen impulshafte Signaleintr?ge, die z.B. von milit?rischen und zivilen Sonaren stammen oder w?hrend der Rammarbeiten zur Errichtung von Offshore-Windkraftanlagen entstehen.

Wer kann was tun?

Die zunehmende Belastung der Meere durch Unterwasserl?rm ist zwar kein neues Thema, jedoch wurde die Brisanz dieses Problems erst sp?t erkannt. Erste belastbare überwachungsmethoden werden derzeit getestet. Umgehend wirksam w?ren Anpassungen in der Schifffahrt wie Geschwindigkeitsbeschr?nkungen, Verlagerung von Schifffahrtsrouten oder zeitlich und r?umlich definierte Fahrverbote für Schiffe, um mehr Ruhe für Meereslebewesen zu schaffen. L?rmeintr?ge k?nnen auch durch den Einsatz geeigneter Technik vermieden oder vermindert werden. Technische Ideen für leisere Schiffsmotoren und Schiffsschrauben sind in der Entwicklung und Erprobung. Im Bereich der Offshore-Arbeiten gibt es inzwischen verschiedene Methoden, um impulshaften Rammschall w?hrend der Bauarbeiten zu verringern oder durch alternative Methoden zu vermeiden. Es besteht in jedem Falle weiterhin Forschungsbedarf.

Mehr Infos zum Themenfeld Unterwasserl?rm finden Sie auf der ⁠UBA⁠-Themenseite zu Seeschifffahrt und Unterwasserl?rm in der Antarktis.

Weitergehende Informationen zur Wirkung von Unterwasserschall auf die Natur finden Sie beim Bundesamt für Naturschutz.?

3 Krebse im Meer
?Aliens“ in Nord- und Ostsee? Haltet die Augen offen!
Quelle: Umweltbundesamt
 

Die ?Aliens“ sind unter uns

Was ist das Problem?

Die Ansiedlung von nicht-einheimischen oder sogar invasiven Arten (Neobiota; im Englischen auch ?Alien Species“ genannt) kann, zum Beispiel durch Konkurrenz um Nahrung oder Platz, ein erheblicher Gef?hrdungsfaktor für Pflanzen und Tiere in den Meeren sein. Neue Arten haben manchmal das Potenzial, einheimische Organismen zu sch?digen oder zu verdr?ngen und so den gesamten Lebensraum zu ver?ndern. Abh?ngig von der Art, dem Ausma? der Ausbreitung über die Zeit und der Empfindlichkeit des jeweiligen Lebensraums k?nnen sich neue Tiere oder Pflanzen aber auch ohne direkt sichtbare negative Folgen für einheimische Arten ansiedeln. Wie sich eine Art in dem neuen Lebensraum verh?lt, ist schwer vorherzusagen. Daher ist das prim?re Ziel, m?glichst wenige Lebewesen unabsichtlich oder absichtlich in unsere Meere einzutragen.

Wie kommen neue Arten in Nord- und Ostsee?

Die lange Zeit etwas versteckten Eintragspfade neuer Arten sind mit dem Ballastwasser von Transportschiffen oder der Anheftung an Bootsrümpfen bei zunehmendem Schiffsverkehr verknüpft. Ein weiterer Weg für nicht-einheimische Arten in die Region von Nord- und Ostsee kann die Ausbreitung über Importe für die sich st?rker entwickelnde Aquakultur oder Muschelzucht sein. Die durch die globale Klimaver?nderung erh?hte Wassertemperatur und die fehlenden Eiswinter begünstigen ma?geblich Ansiedlungsprozesse w?rmeliebender Arten an unseren Küsten. K?lteliebende Arten treten oft die ?Flucht“ nach Norden an.

Wer kann was tun?

Zur Unterbindung der unbeabsichtigten Einschleppung nicht-einheimischer Arten ist vornehmlich die Schifffahrt im Fokus. Das im September 2017 in Kraft getretene globale Ballastwasserübereinkommen schreibt eine Abt?tung der Organismen vor, die sich im Ballastwasser der Schiffe befinden, bevor das Wasser wieder abgelassen wird. So soll der Transfer der Arten quer durch die Ozeane oder auch innerhalb kleinerer Meeresgebiete minimiert werden. Aber auch der Schiffsrumpf kann zur Verbreitung von Arten - über ihren natürlichen Ausbreitungsradius hinaus - beitragen. Ma?nahmen zur Reinigung der Schiffshaut oder des Ballastwassers sollten dann aber m?glichst keine weiteren negativen Auswirkungen durch die verwendeten Chemikalien bedingen. Dazu besteht teilweise noch Forschungsbedarf.

Mehr Informationen zum Themenfeld Nicht-einheimische Arten finden Sie auf der ⁠UBA⁠-Themenseite zu Seeschifffahrt und Ballastwasserbehandlung.

Weitere Informationen zu den nicht-einheimischen Arten unserer Meere finden Sie beim Bundesamt für Naturschutz und auf der Webseite der nationalen Neobiota-Plattform für Nord- und Ostsee.