Badegew?sser

Badende Kinder im flachen Wasserzum Vergr??ern anklicken
Nicht überall ist der Badespa? so ungetrübt.
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Badegew?sser sind Seen, Flüsse und die Küsten von Nord- und Ostsee. Im Unterschied zu künstlich angelegten Schwimm- und Badebecken sind sie also Gew?sser oder Teile davon, die am natürlichen Wasserkreislauf teilhaben. In Deutschland gibt es rund 2.000 offiziell gemeldete Badegew?sser.

Baden in freier Natur ist gesund, birgt aber auch Risiken. So gibt es in Badegew?ssern Str?mungen, Untiefen und Pflanzen, die zu Badeunf?llen mit oft t?dlichen Folgen führen k?nnen. Au?erdem sind natürliche Gew?sser nicht nur zum Baden da, sondern werden auch anderweitig genutzt. Hierbei kann es zu einer Verschmutzung des Wassers z.B. durch Abwassereinleitungen oder Abschwemmungen aus landwirtschaftlichen Fl?chen kommen. Anders als allgemein angenommen, entfernen Kl?ranlagen die Krankheitserreger aus menschlichen F?kalien zudem nur zum Teil. Krankheitserreger k?nnen unter anderem zu Durchfallerkrankungen oder Augen- und Ohreninfektionen führen. Stickstoff- und Phosphoreintr?ge aus der Landwirtschaft k?nnen au?erdem zur gesundheitssch?dlichen Vermehrung von ⁠Cyanobakterien⁠ (Blaualgen) beitragen.

Die Qualit?t der Badegew?sser wird daher regelm??ig durch die Bundesl?nder überwacht. Zur Beurteilung der Badegew?sser aus hygienischer Sicht gibt es bereits seit 1976 die Europ?ische Badegew?sserrichtlinie, die im Jahr 2006 novelliert wurde.

Das Umweltbundesamt tr?gt dazu bei, die Badenden vor Infektionen durch Krankheitserreger zu schützen:

  • Es bewertet das Infektionsrisiko in Badegew?ssern.
  • Es erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für die Festsetzung mikrobiologischer Grenzwerte im Badegew?sser- und Abwasserbereich (gem?? Infektionsschutzgesetz).
  • Es entwickelt Konzepte, um einer Weiterverbreitung der durch Wasser übertragbaren Krankheiten vorzubeugen, sie zu erkennen und zu verhindern (gem?? Paragraf 40 des Infektionsschutzgesetzes).
  • Es forscht in Laboren und arbeitet theoretisch an hygienisch-mikrobiologischen Fragestellungen im Badegew?sserbereich zur Vorsorge vor Erkrankungen.
  • Es entwickelt und standardisiert Methoden zum Nachweis von Krankheitserregern in Badegew?ssern und Abwassereinleitungen.
  • Es koordiniert national und international die Entwicklung und Erprobung von mikrobiologischen Nachweisverfahren im Badegew?sserbereich.
  • Es koordiniert und prüft die Badegew?sserdaten aus den Bundesl?ndern und stellt sie der EU-Kommission und der ?ffentlichkeit zur Verfügung.