Bewertungskriterien

Inhaltsverzeichnis

 

Die neue Europ?ische-Badegew?sserrichtlinie zur Beurteilung der Badegew?sserqualit?t

Für die Qualit?tseinstufung von Badegew?ssern werden Daten aus den letzten vier Jahren (2009-2012) herangezogen. In Deutschland wurde in der Badesaison 2008 mit der überwachung nach der neuen Richtlinie begonnen. So konnten erstmalig nach Ende der Badesaison 2011 die ermittelten Daten nach dem neuen Schema ausgewertet werden. Für die Jahre 2008 bis 2010 galt eine übergangsregelung, um den j?hrlichen EU-Bericht herausgeben zu k?nnen.

 

Welche Neuerungen gibt es gem?? der neuen EG-Badegew?sserrichtlinie ab der Badesaison 2011?

Es gibt vier neue Qualit?tseinstufungen für Badegew?sser:

  • ausgezeichnet,
  • gut,
  • ausreichend,
  • mangelhaft.

Aufgrund der ganz neuen Form der Datenauswertung sind die neuen Qualit?tseinstufungen nur bedingt mit den bis zur Badesaison 2010 durchgeführten Qualit?tseinstufungen vergleichbar. Für einen ungef?hren Vergleich wird die bisherige Einstufung "Leitwert eingehalten" der Qualit?tsstufe "ausgezeichnet" und die bisherige Einstufung "Grenzwert eingehalten" den Qualit?tsstufen "gut" und "ausreichend" gleichgesetzt.
Neue oder durch Managementma?nahmen ver?nderte Badegew?sser erhalten erst nach vier Jahren eine Qualit?tseinstufung. In diesen vier Jahren werden sie als "neu" oder "mit Ver?nderung" eingestuft.?Die Einstufung als "unzureichend beprobt" erfolgt dann, wenn die Aufsichtsbeh?rden nicht alle Proben zu festgelegten Zeiten gezogen haben.

Einheitliche Symbole

über die Wasserqualit?t informieren europaweit einheitliche Symbole, die gut sichtbar am Badegew?sser ausgeh?ngt werden.

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Auswertung über Perzentile

Die Werte für ausgezeichnete, gute und ausreichende Badegew?sser in den Tabellen der EU-Badegew?sserrichtlinie beziehen sich auf mindestens 16 Messwerte aus vier Jahren. Sie werden mittels einer mathematischen Formel ausgewertet. Die Auswertung geht von einer Wahrscheinlichkeitsverteilung, das hei?t von einer log-normalen Verteilung (siehe rote Glockenkurve in der Abbildung) der Werte aus. Aus diesen Werten wird das 90ste oder 95ste ⁠Perzentil⁠ der Kurve (also die Konzentration, unterhalb der sich 90 oder 95 Prozent aller Werte befinden) berechnet und zur Beurteilung herangezogen.

Leider wird in der Tabelle der EU-Richtlinie für ausgezeichnete und gute Badegew?sser das 95ste Perzentil verwendet und für ausreichende Badegew?sser das 90ste Perzentil. Dadurch liegen die einzuhaltenden Werte für ausreichende Badegew?sser in der Tabelle unter den Werten für gute Badegew?sser.

Umgerechnet auf das 95ste Perzentil ergeben sich für die ausreichende Qualit?t circa doppelt so hohe Werte wie in der EU-Richtlinie (700 KBE/100 ml für intestinale Enterokokken und 1800 KBE/100 ml für E. coli).
Ein gro?es Problem bei dieser Art der Auswertung über vier Jahre ist, dass einzelne aktuelle Messwerte nur bedingt zur Darstellung der Wasserqualit?t geeignet sind.

Auswertungsmodell
Badegew?sserqualit?t: Auswertung über Perzentile (Log-Normalverteilung)

Die Werte für ausgezeichnete, gute und ausreichende Badegew?sser in den Tabellen der EU-Badegew?sserrichtlinie beziehen sich auf mindestens 16 Messwerte aus vier Jahren. Sie werden mittels einer mathematischen Formel ausgewertet. Die Auswertung geht von einer Wahrscheinlichkeitsverteilung, dass hei?t von einer log-normalen Verteilung (siehe rote Glockenkurve in der Abbildung) der Werte aus. Aus diesen Werten wird das 90ste oder 95ste Perzentil der Kurve (also die Konzentration, unterhalb der sich 90 oder 95 Prozent aller Werte befinden) berechnet und zur Beurteilung herangezogen.

Quelle: Wiedemann
 

Unterschiedliche Beurteilung von Binnen- und Küstengew?ssern

Nach der neuen Europ?ischen Richtlinie werden Binnengew?sser weniger streng beurteilt als Küstengew?sser. Dies ist wissenschaftlich umstritten, wurde aber so festgelegt. Demnach erreichen nur noch?80,4 Prozent der beurteilten Küstenbadegew?sser eine ausgezeichnete Qualit?t gegenüber 92,7 Prozent der Binnengew?sser.

In der Praxis führt diese unterschiedliche Beurteilung teilweise zu schwer verst?ndlichen Unterschieden bei der Qualit?tseinstufung: Badegew?sser in der N?he von Flussmündungen in die Nord- oder Ostsee werden als Küstenbadegew?sser betrachtet und strenger beurteilt als Badegew?sser, die sich nur wenige Kilometer weiter landeinw?rts befinden. So kann es passieren, dass bei vergleichbaren Messergebnissen ein Flussbadegew?sser nahe der Küste nur als mangelhaft, ein anderes – etwas weiter landeinw?rts – aber als ausreichend beurteilt wird.

 

Badegew?sserprofile

Die regelm??ige Untersuchung der Wasserqualit?t der Badegew?sser ist aber nur ein Instrument, um den Schutz der Badenden vor Verunreinigungen zu erreichen. Das Umweltbundesamt begrü?t daher, dass nach der neuen Richtlinie zus?tzlich ein aktives Management der Badegew?sser gefordert wird. Die Bundesl?nder haben für jedes ihrer Badegew?sser ein so genanntes Badegew?sserprofil erstellt. Dieses zeigt – unter anderem – alle Verschmutzungsquellen, die die Qualit?t des Wassers beeinflussen k?nnten, sowie m?gliche Probleme mit ⁠Cyanobakterien⁠ (Blaualgen) auf. So k?nnen m?gliche Gesundheitsgefahren bereits im Vorfeld erkannt und entsprechende Abhilfema?nahmen getroffen werden. Die Badegew?sserprofile sind über die Internetseiten der Bundesl?nder abrufbar.

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Schlagworte:
 Badewasserqualit?t  EG-Badegew?sserrichtlinie 2006/7/EG