Kleinbadeteiche

Gro?e braune und grüne Seerosenbl?tter auf einem Teichzum Vergr??ern anklicken
Wasserpflanzen reinigen Badeteiche auf natürliche Art
Quelle: Walter Luger / Fotolia.com

Kleinbadeteiche sind künstlich angelegte Schwimm- und Badteichanlagen im Freien. Die Wasseraufbereitung erfolgt ausschlie?lich durch natürliche Reinigungsprozesse und durch Filtration. Das Wasser wird nicht desinfiziert.

Der Begriff ?Kleinbadeteich“ wurde ursprünglich aus der ?sterreichischen B?derhygieneverordnung übernommen. Inzwischen haben sich in Fachkreisen die Begriffe ?Freib?der mit biologischer Wasseraufbereitung“ beziehungsweise ?Schwimm- und Badeteiche“ weitgehend durchgesetzt, da der Begriff ?Kleinbadeteich“ teilweise irreführend ist. Denn ?Kleinbadeteiche“ sind nicht immer ?klein“. Die Empfehlung des Umweltbundesamtes ?Hygienische Anforderungen an Kleinbadeteiche (künstliche Schwimm- und Badeteichanlagen)“ besch?ftigt sich mit den hygienischen Anforderungen an die Qualit?t des Badewassers in Kleinbadeteichen. Sie legt mikrobiologische, chemische und physikalische Anforderungen an das Badewasser fest.

Herk?mmliche Wasseraufbereitung mit Desinfektion

Bei herk?mmlichen Badebecken in Frei- oder Hallenb?dern wird das Wasser st?ndig im Kreislauf aufbereitet (gereinigt) und anschlie?end desinfiziert. Die Desinfektion t?tet Krankheitserreger im Badewasser sehr schnell ab, bevor sie von einem anderen Badegast aufgenommen werden k?nnen. Dadurch ist es m?glich, eine gro?e Zahl von Besucherinnen und Besuchern in einem relativ kleinen Becken baden zu lassen, ohne dass eine besondere Gesundheitsgefahr befürchtet werden muss.

Wasseraufbereitung ohne Desinfektionsmittel – ein Risiko?

Das Wasser im Schwimm- und Badeteich wird durch die in ihm lebenden Mikroorganismen (Bakterien etc.), durch Phyto- und Zooplankton und durch Wasserpflanzen (Makrophyten) sowie durch Sand- oder Kiesfilter gereinigt, ohne das Wasser zu desinfizieren. Dennoch soll eine Gesundheitsgefahr für die Badenden mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden. Diese Risikominderung kann bei Kleinbadeteichen nur durch Verdünnung des Wassers erreicht werden. Nach einer Risikoabsch?tzung des ⁠UBA⁠ w?re es erforderlich, pro Person 60.000 Liter aufbereitetes Wasser bereitzustellen, um das Teichwasser so stark zu verdünnen, dass es hinsichtlich des Risikos einer Gesundheitsgef?hrdung durch Krankheitserreger mit aufbereitetem und desinfiziertem Beckenwasser vergleichbar ist. Bei Umsetzung dieser Risikoabsch?tzung in die Praxis würden die Schwimm- und Badeteichanlagen wegen des sehr hohen Wasserverbrauches jedoch extrem unwirtschaftlich. Wenn im Vergleich zu desinfizierten Beckenb?dern ein erh?htes oder noch hinnehmbares Risiko in Kauf genommen wird, dann kann der Verdünnungsfaktor reduziert werden. Das FLL-Regelwerk der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. sieht den Faktor 1:10 vor. Das hei?t pro Badegast sind 10.000 Liter aufbereitetes Wasser bereitzustellen. Die Badeg?ste sind auf das damit verbundene erh?hte Risiko (Warnhinweis) hinzuweisen.