Toxikologie des Trinkwassers

Trinkwasser kann potenziell gesundheitssch?dliche Stoffe enthalten. Welche Stoffe in welcher Konzentration vorhanden sind, h?ngt ab von Herkunft und Aufbereitung des Trinkwassers, sowie den Materialien mit denen es in Kontakt kommt. Die Toxikologie bewertet solche Stoffe und legt für sie wissenschaftlich begründete H?chstkonzentrationen fest, die eine Gesundheitsgef?hrdung ausschlie?en.

Neben gesundheitlich unbedenklichen Stoffen kann Trinkwasser auch solche enthalten, die gesundheitlich bedenklich sein k?nnen. Nach der Trinkwasserverordnung dürfen im Trinkwasser chemische Stoffe aber nicht in Konzentrationen enthalten sein, die eine Sch?digung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen.

Stoffe im Trinkwasser

Trinkwasser wird aus natürlichen Vorkommen gewonnen und enth?lt Stoffe, die aus dem Boden gel?st oder in das Wasser eingetragen wurden. Durch die Trinkwasseraufbereitung? und den Transport zum Konsumenten k?nnen zus?tzlich Stoffe in das Wasser gelangen.
Unter anderem ist es die Aufgabe der Toxikologie, Stoffe hinsichtlich ihres gesundheitsgef?hrdenden Potenzials für den Menschen zu bewerten. Für das Trinkwasser werden H?chstkonzentrationen solcher Stoffe benannt, die gesundheitlich unbedenklich sind.

Toxikologische Grenzwerte

Toxikologen unterscheiden dabei zwischen einer lebenslangen (gesundheitlicher Leitwert) und einer zeitlich kürzeren geduldeten Belastung durch eine Substanz (Ma?nahmewert). Gesundheitlich vorsorgliche Bewertungen berücksichtigen zudem m?gliche Kombinationswirkungen mehrerer Stoffe, besondere Risikogruppen (z. B. S?uglinge), Anreicherungen im K?rper, die Vermeidbarkeit der Verunreinigungen sowie die M?glichkeiten ihrer Reduzierung oder Entfernung bei der Trinkwasseraufbereitung.

Stoffe ohne vollst?ndige toxikologische Bewertung werden auf Basis der vorhandenen Daten unter der Gesichtspunkt der gesundheitlichen Vorsorge bewertet. Dabei wird der ?gesundheitliche Orientierungswert (GOW)“ abgeleitet. Abh?ngig vom Wirkmechanismus wird der Wert in einem Bereich von 0,01 bis 3,0 μg/l festgelegt. Der GOW wird so niedrig angesetzt, dass auch bei lebenslanger Aufnahme der betreffenden Substanz kein Anlass zur gesundheitlichen Besorgnis besteht.

?sthetische und technische Grenzwerte

Neben toxikologisch bedingten Grenzwerten gibt es auch technisch oder ?sthetisch begründete Grenzwerte. So kann es zum Beispiel durch Mangan in Konzentrationen oberhalb von 50?μg/l (0,050?mg/l) zu Verschlammungen im Verteilernetz kommen, lange bevor eine gesundheitliche Besorgnis besteht. Auch der Grenzwert von Eisen (0,2?mg/l) hat in erster Linie ?sthetische Motive. Ab einer Konzentration von 0,5 mg/l kommt es einerseits zu einer geschmacklichen Beeintr?chtigung und anderseits nach Luftzufuhr zu einer Braunf?rbung (?Rost“) des Wassers.

Aufgaben des ⁠UBA

Das Umweltbundesamt beteiligt sich in den zust?ndigen nationalen Gremien an der Beantwortung grunds?tzlicher Fragen zur toxikologischen Einstufung von Stoffen. Dies geschieht auf Basis der Gefahrstoffverordnung und der EU-Richtlinie 67/548/EWG. Die Ergebnisse flie?en erforderlichenfalls in die Anwendung der gesundheitsrelevanten Teile des Bundes-Bodenschutzgesetzes und der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung? ein.

Wichtigstes Ziel ist, dass Stoffe, die einen hohen Nutzen haben, aber die Umwelt und damit das Trinkwasser nicht oder nur gering belasten, durch gesetzliche Regelungen bevorzugt werden.? So l?sst sich verhindern, dass sich unerwünschte Stoffe im Wasserkreislauf anreichern und für die Trinkwasserhygiene bedenklich Konzentrationen erreichen.

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 Trinkwasser  Trinkwasserqualit?t  Toxikologie  toxikologischer Grenzwert