Wassersparen

Für die meisten Menschen in Deutschland ist Wassersparen seit langem ganz selbstverst?ndlich. Und der Effekt ist spürbar: Seit 1991 ist die Trinkwassernutzung um 23 Liter auf nur noch 121 Liter pro Kopf/Tag gesunken. Deutschland ist in einer vergleichsweise komfortablen Situation: Wir haben ausreichend Wasser, um die Trinkwasserversorgung überall sicherzustellen.

Nur 2,7 % des gesamten Wasserdargebots wird für die ?ffentliche Wasserversorgung entnommen. Rund 70 Prozent des Trinkwassers gewinnen wir aus Grundwasser. Nur in rund 4 Prozent der 1.000 Grundwasserk?rper in Deutschland wird mehr Wasser entnommen, als sich neu bilden kann; meist liegt das am Bergbau, der ein Abpumpen des Grundwassers erfordert. Eine zu gro?e Entnahme von Grundwasser in Küstenregionen führt dazu, dass Salzwasser in das Grundwasser eindringt. Dann ist es als Trinkwasser kaum noch nutzbar.? Durch den ⁠Klimawandel⁠ k?nnte sich der Nutzungsdruck auf das Grundwasser regional versch?rfen, wenn dort – wie befürchtet – die Niederschl?ge weniger werden oder das Niederschlagswasser zu einem h?heren Anteil oberfl?chlich abflie?t. Regional verknappen auch schwer zu eliminierende Verunreinigungen mit Nitrat oder Chemikalien die nutzbaren Ressourcen. Hier hilft Wassersparen den Wasserhaushalt zu entlasten und die Erschlie?ung neuer Wasservorkommen zu vermeiden.

Private Haushalte in Deutschland haben durch ihren sparsamen Trinkwasserverbrauch bereits viel beim Wassersparen erreicht. Durch den zunehmenden Austausch alter Haushaltsger?te wie Waschmaschinen und Geschirrspüler sowie wassersparende Armaturen wird der t?gliche Wasserbedarf noch weiter zurückgehen. Im Europ?ischen Vergleich der genutzten Mengen liegt Deutschland bereits im unteren Drittel, und dies ohne Einbu?en an Komfort und Lebensqualit?t.

Eine geringere Wassernutzung kann ?rtlich zu Problemen in den Rohrleitungen führen. Durch den Wegzug vieler Menschen aus l?ndlichen Regionen, den demografischen Wandel und das Wassersparen kann das Wasser in den Trinkwassernetzen stagnieren. Dies kann die Trinkwasserqualit?t beeintr?chtigen. In den Abwassernetzen bilden sich mancherorts unangenehm riechende Faulgase, weil zu wenig Wasser durch die Leitungen flie?t. Dieses Problem sollten aber nicht die? Haushalte l?sen, indem sie mehr Wasser verbrauchen als n?tig. Hier sind die Wasserversorger oder Abwasserentsorger viel kompetenter, um zu entscheiden, wann eine gezielte Spülung der Leitungen n?tig ist oder langfristig die Netze anzupassen sind.

In privaten Haushalten profitiert die Umwelt am meisten, wenn m?glichst wenig Warmwasser aufbereitet wird. So wird vor allem weniger Energie gebraucht, um das Wasser zu erhitzen. Das ⁠UBA⁠ sch?tzt, dass der Energiebedarf für Warmwasser im Schnitt 12 Prozent des Gesamtendenergiebedarfs eines Haushalts ausmacht.

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 wassersparen  Trinkwasserversorgung  Grundwasser