Umweltschutz und Besch?ftigung

ein Mann sitzt im Freien am Scheibtischzum Vergr??ern anklicken
Im Umweltschutz sind mehr als 2 Millionen Menschen besch?ftigt
Quelle: Robert Churchill / Thinkstock

Die Zahl der Besch?ftigten im Umweltschutz ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Im Jahr 2017 arbeiteten mehr als 2,8 Millionen Menschen für den Umweltschutz. Da Umweltschutzma?nahmen h?ufig arbeitsintensive Sektoren f?rdern und Importe ersetzen, sind oft auch die Nettobesch?ftigungswirkungen des Umweltschutzes positiv.

Umweltschutz ist eine gesellschaftliche und politische Aufgabe mit eigenen Zielen. Die Weiterentwicklung des Umweltschutzes darf sich daher nicht auf besch?ftigungsf?rdernde Bereiche beschr?nken. Es ist dennoch sinnvoll, m?gliche Synergien zwischen Umweltpolitik und Besch?ftigung zu nutzen. Denn mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung sind die positiven Besch?ftigungswirkungen des Umweltschutzes ein wichtiges Bindeglied. Es verknüpft die ?konomische, soziale und ?kologische Dimension der ⁠Nachhaltigkeit⁠ miteinander.

Stellenwert des Umweltschutzes für die Besch?ftigung nimmt zu

Der Stellenwert des Umweltschutzes für die Besch?ftigung in Deutschland ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Im Jahr 2017 waren in Deutschland mehr als 2,8 Millionen Personen im Umweltschutz t?tig. Das entspricht einem Anteil von?6,4 Prozent aller Besch?ftigten in Deutschland. Durch den Umweltschutz entstehen allerdings nicht nur Arbeitspl?tze in den klassischen Umweltschutzbereichen Abfallbeseitigung, Gew?sserschutz, L?rmbek?mpfung, Luftreinhaltung und bei den erneuerbaren Energien. Auch in den vorgelagerten Stufen der Wertsch?pfungskette wurden neue Stellen geschaffen. Au?erdem müssen sich Wirtschaftszweige wie der Fahrzeugbau, die chemische Industrie oder die Landwirtschaft st?rker als bisher auf die ?kologischen Trends ausrichten. Der Dienstleistungssektor spielt, gerade mit Blick auf Umwelttechnikdienstleistungen, ebenfalls eine wesentliche Rolle.

Nettobesch?ftigungswirkungen des Umweltschutzes

Umweltschutz schafft auch bei Berücksichtigung der hiermit verbundenen Kosten per Saldo Arbeitspl?tze. Denn tendenziell profitieren durch ihn eher arbeitsintensive Sektoren, beispielsweise bei der energetischen Geb?udesanierung. Hinzu kommt, dass Umweltschutzma?nahmen zum Teil Importe durch inl?ndische Wertsch?pfung ersetzen. Das ist etwa der Fall bei Investitionen in Energieeffizienz oder dem verst?rkten Einsatz erneuerbarer Energien, die den Verbrauch fossiler Energietr?ger wie ?l oder Gas verringern. Allein die erneuerbaren Energien haben so im Jahr 2014 Energieimporte von mehr als acht Milliarden Euro vermieden.

Fachkr?fte sind wichtiger Standortfaktor

Prognosen zufolge wird der Weltmarkt für Umweltschutzgüter überdurchschnittlich wachsen. Die Verbesserung der Energie- und Rohstoffeffizienz spielt in vielen Branchen eine immer gr??ere Rolle. Die Unternehmen haben vor diesem Hintergrund einen gro?en Anreiz, sich weiterhin gut auf den ?grünen Zukunftsm?rkten“ zu positionieren. Auch für den Arbeitsmarkt h?tte dies positive Effekte. Damit sich die Besch?ftigungspotenziale realisieren lassen, müssen jedoch entsprechende Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sein.