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* Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung: Der Anteil der Fl?chen, die von zu hohen Stickstoffeintr?gen betroffen sind, soll zwischen 2005 und 2030 um 35 % sinken. Bei einem Wert von 77 % im Jahr 2005 ergibt sich für 2030 ein Zielwert von 50 %.

Schaap et al. 2018: PINETI-3: Modellierung und Kartierung atmosph?rischer Stoffeintr?ge von 2000 bis 2015 zur Bewertung der ?kosystem-spezifischen Gef?hrdung von Biodiversit?t in Deutschland.

Eutrophierung: Was hei?t das genau?

+?kosysteme – nicht unbegrenzt belastbar
?kosysteme – nicht unbegrenzt belastbar

Welche Mengen an Stickstoff ein ⁠?kosystem⁠ verkraftet, h?ngt beispielsweise vom Pflanzenbestand ab – die Buche vertr?gt mehr Stickstoff als die Fichte – und von den Bodenverh?ltnissen: sandige B?den sind empfindlicher als kalkreiche lehmige B?den. Sogenannte ?Critical Loads“ geben für natürliche und semi-natürliche ?kosysteme die jeweils individuelle Belastungsgrenze an. Nur wenn die Eintr?ge diesen Wert nicht überschreiten, lassen sich negative Folgen für das ?kosystem sicher ausschlie?en. Es ist politisches Ziel, diese Grenzen einzuhalten.

Gefahr: überdüngung

Die meisten unserer natürlichen ?kosysteme sind daran angepasst, mit wenig Stickstoff auszukommen. Wird in diese ?kosysteme vermehrt Stickstoff eingetragen, breiten sich stickstoffliebende Pflanzen aus und verdr?ngen jene Pflanzen, die Spezialisten für stickstoffarme Standorte sind. Verschiebt sich aber das Pflanzenspektrum eines ?kosystems, verlieren nicht selten auch viele seiner tierischen Bewohner ihre Nahrungsgrundlage.

Wie gro? das Problem tats?chlich ist, zeigen diese Zahlen: Fast die H?lfte der Pflanzenarten auf der Roten Liste Deutschlands ist aufgrund erh?hter N?hrstoffeintr?ge gef?hrdet! Auf der Liste der Ursachen des weltweiten Verlusts von biologischer Vielfalt stehen Stickstoffdepositionen nach Landnutzungs?nderungen und ⁠Klimawandel⁠ auf Platz 3.

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Im Baustein "Reaktiver Stickstoff" des ⁠UBA⁠-Umweltatlas erfahren Sie, was reaktiver Stickstoff ist, wie er entsteht und warum er in Deutschland zu schwerwiegenden Problemen für Umwelt und Gesundheit führt. Au?erdem zeigen wir Ihnen, was die Politik unternimmt, um die Situation zu verbessern, und geben Ihnen Tipps, wie Sie selbst Ihren Stickstoff-Fu?abdruck verkleinern k?nnen.

Im Themenfeld "Pflanzen und Tiere" beschreiben wir die Auswirkungen des Stickstoffüberschusses auf ?kosysteme, Pflanzen und Tiere.

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt

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