Umweltpsychologie

Mann liegt auf dem Rücken und schaut in seine Gedanken.zum Vergr??ern anklicken
Viele Eindrücke aus der Umwelt str?men t?glich auf uns ein, die wir verarbeiten müssen
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Die Umwelt wirkt auf uns und wir wirken auf unsere Umwelt. Dabei kann die Umwelt sowohl unsere Lebensqualit?t steigern als auch psychische Belastungen hervorrufen.

Inhaltsverzeichnis

 

Umweltpsychologie

Die Umweltpsychologie besch?ftigt sich im weitesten Sinne mit der Wechselwirkung von Umweltfaktoren und der menschlichen Psyche. Umwelteinflüsse k?nnen sich auf das menschliche Verhalten und die psychische Gesundheit auswirken, andersherum k?nnen aber auch psychische Vorg?nge das Verhalten der Menschen der Umwelt gegenüber beeinflussen und erkl?ren.
Für den Umgang mit und die Bewertung von umweltrelevanten Themen spielen psychologische Mechanismen eine gro?e Rolle. Im ⁠UBA⁠ ist die Umweltpsychologie in den Bereich ?Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung“ eingebunden und befasst sich vorwiegend mit Auswirkungen von Umwelteinflüssen auf die psychische Gesundheit.

 

Was sind Umwelteinflüsse?

Viele Menschen verbinden den Begriff ?Umwelt“ mit Natur. Der Aufenthalt in der Natur erzeugt bei den meisten Menschen positive Empfindungen und kann gesundheitsf?rderliche Effekte haben. Die Bewegung, die frische Luft und andere Sinneseindrücke als im t?glichen Umfeld vieler Personen tragen dazu bei, dass wir uns in der Natur wohl fühlen. Die N?he zu Grünfl?chen und Wasser wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Der Begriff Umwelt umfasst jedoch nicht nur die positiven Einflüsse, die wir mit grünen Wiesen, W?ldern und pl?tschernden B?chen verbinden. Unter ?Umwelt“ subsumieren sich jegliche Einflussgr??en, die auf uns Menschen einwirken. Dazu geh?ren beispielsweise auch das soziale Umfeld wie Freunde und Familie, die Wohnsituation, der Arbeitsplatz und die Dinge, die wir tagt?glich konsumieren.
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Die Wechselwirkung zwischen Umwelt und Psyche am Beispiel ?Klimawandel“

Ein relativ neuer und sehr aktueller Bereich im Themenfeld Umweltpsychologie ist der ⁠Klimawandel⁠ und seine Zusammenh?nge mit der menschlichen Psyche. Hieran l?sst sich die gegenseitige Wechselwirkung zwischen Psyche und Umwelt gut erkennen: Einerseits sind menschliche Verhaltensweisen eine Ursache für die Erderw?rmung. Daher ist es wichtig zu verstehen, was den Menschen motiviert zu handeln. Andererseits k?nnen die Folgen des Klimawandels sich auf viele Bereiche unseres Lebens auswirken und einen direkten wie auch indirekten Effekt auf die Psyche haben. Je nach pers?nlicher Situation k?nnen w?rmere Temperaturen in unseren Breiten zwar freudige Empfindungen ausl?sen, Extremwetterereignisse hingegen ?ngste, depressive Symptome oder Posttraumatische Belastungsst?rungen nach sich ziehen. Die Kenntnis über die Wirkungen des Klimawandels auf das psychische Erleben ist für die Anpassung deshalb von gro?er Bedeutung.

 

Wieso stellen manche Umweltfaktoren eine Gefahr für die psychische Gesundheit dar?

Manche Eindrücke, die auf uns einstr?men, k?nnen eine Stressreaktion hervorrufen. Chronischer Stress kann eine Ursache für eine psychische St?rung sein. Grund hierfür ist eine dauerhafte überaktivierung des vegetativen Nervensystems und des hormonellen Systems, sodass es dem K?rper nicht mehr gelingt, sich auf den ?Normalzustand“ zu regulieren. In der Folge kann es zu einer Minderung des Wohlbefindens, Ersch?pfung bis hin zu manifesten psychischen St?rungen kommen. Ein Beispiel für einen Umweltstressor ist ein dauerhaft hoher L?rmpegel am Wohnort oder am Arbeitsplatz. Aufgrund der Reaktion des Organismus auf L?rm und des Bel?stigungsempfindens gilt chronischer L?rm als Risikofaktor – sowohl für bestimmte k?rperliche Erkrankungen, wie kardiovaskul?re Krankheiten, als auch für eine verminderte psychische Lebensqualit?t und psychische St?rungen. H?ufig ist der Mensch aber auch mit Umwelteinflüssen konfrontiert, die nicht so unmittelbar wahrgenommen werden wie L?rm, z.B. mit Feinst?uben, giftigen Chemikalien und hormonell wirksamen Substanzen, sog. endokrinen Disruptoren. Deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit sind allerdings bisher noch wenig untersucht und stellen für die zukünftige Forschung noch eine Herausforderung dar.

 

Die Umweltpsychologie ist eng mit anderen Fachdisziplinen verbunden.

Die Umweltpsychologie ist ein stark interdisziplin?r gepr?gtes Feld. Forschungsgebiete, die eine hohe Bedeutung für das Verst?ndnis der Zusammenh?nge von Umwelt und Psyche haben sind z.B. angrenzende Gebiete der Psychologie, wie Sozial- oder Verkehrspsychologie; Medizin, Psychosomatik und Psychoneuroimmunologie, oder auch Bereiche der Biologie, wie die Epigenetik.
Die Umwelt kann über eine Vielzahl von Wirkmechanismen positive und negative Effekte für die psychische Gesundheit haben. Die psychischen Folgen von Umwelteinflüssen wurden lange Zeit als nachrangig erachtet. Heutzutage wei? man jedoch, dass die physische und die psychische Gesundheit eng miteinander verwoben sind und erkennt die Bedeutsamkeit der Aufrechterhaltung und F?rderung des psychischen Wohlbefindens.

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